Wer mag schon den Winter?

Nein, außer meiner jüngsten Tochter mag niemand den Winter und schon gar nicht den Winter des Lebens.

Im Frühling fühlen wir uns wohl. Die Blüten blühen, es ist hell, freundlich und warm. Alles läuft wie ein ruhiger Fluss.

Aber wie in der Natur die Jahreszeiten aufeinander folgen, so gibt es auch in unserem Leben dunkle und helle Zeiten.

Wir mögen die dunkle Zeit nicht, die Zeit, in der alles still zu stehen scheint und GOTT scheinbar schwiegt. Die Stürme toben und rütteln an unserem Lebensbaum. Schlechte Stimmung macht sich breit, wir werden depressiv, sind dabei, unsere Hoffnung zu verlieren und verzweifeln an GOTT und den Menschen.

Aber wie in der Natur der Winter seinen Sinn hat, so auch in unserem Leben. Denn er bereitet uns darauf vor, was noch vor uns liegt. Im Winter schöpfen wir die Kraft und Stärke, die wir brauchen, um in den kommenden Monaten Frucht zu bringen.

Gerade in den dunklen Zeiten unseres Lebens lernen wir, unserem Jesus von ganzem Herzen zu vertrauen. Wie sehr die Stürme auch wehen mögen, wir klammern uns ganz fest an Jesus, vertrauen darauf, dass am Ende alles gut wird, so wie Er es versprochen hat. Auch wenn wir kein Licht sehen, gehen wir getrost den Weg, den Er uns vorgezeichnet hat. Und können wir den Weg wegen der Dunkelheit nicht erkennen, gehen wir mutig einen Schritt nach dem anderen voran, das Ziel fest im Blick: Jesu liebende Arme, in denen wir geborgen und sicher sind.

Wir sollten es wie meine Tochter machen und anfangen, den Winter schätzen zu lernen. Für das Wachstum ist er eine sehr wichtige Jahreszeit. Das Vertrauen und die Hoffnung, die wir in dieser Zeit gewinnen, der Trost, mit dem wir getröstet worden sind, sind die Früchte, die wir ernten werden. Und wir werden ernten, ein Leben in Fülle, so dass wir mit vollen Händen die guten Gaben weitergeben können.

Kein Winter dauert ewig – und mag er sich auch verzögern, der Frühling kommt ganz gewiss. Die Dunkelheit hat niemals das letzte Wort, sie muss immer dem Licht weichen. Dieses Licht ist unserer Jesus, der inmitten der Finsternis dieser Welt hell aufstrahlt. Es ist dieses Licht, das wir mit dem Herzen sehen können, auch wenn alles um uns herum dunkel ist. Wir gehen mit dem festen Glauben voran, dass dieses Licht sich immer und unter allen Umständen Bahn brechen wird.

Das letzte Wort hat auf jeden Fall Jesus, nicht unsere Umstände. Er ist HERR, nichts passiert, was nicht an Ihm vorbei muss. Wir können Ihm bedingungslos vertrauen.

Auch wenn wir sie nicht spüren, nicht fühlen können, halten wir uns ganz an Seiner Liebe fest. Denn Er liebt uns über alles, hat nur Gutes mit uns im Sinn. Diese Liebe und Güte übersteigen unseren Verstand, sie sind tiefer, größer und reiner als wir es uns vorstellen können. Wenn wir uns diese Liebe vor Augen führen, daran festhalten, auch wenn uns gar nicht danach ist, wird es in unseren Herzen langsam wieder hell. Wir wissen uns geliebt, gibt es ein schöneres Gefühl? Mag die Sonne auch hinter dunklen Wolken verborgen sein, so ist sie doch da und es kommt der Tag, an dem ihre wärmenden Strahlen hervorbrechen.

So auch die Liebe Jesus zu uns: Sie ist immer präsent, immer vollkommen, immer bedingungslos. Wenn wir anfangen, diese Liebe auch in den Wintermonaten zu sehen und anzunehmen, kann kein Wintersturm uns etwas anhaben. Denn: Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe Ich Dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)

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