Was ist meine Bestimmung?

So viele Fragen hängen mit der obigen zusammen: Was soll ich tun, welche Arbeitsstelle annehmen, welches Studium beginnen, wo soll ich wohnen, wen soll ich heiraten?

Es gibt so viele Entscheidungen zu treffen, so viele Wege, zwischen denen man wählen kann, was ist nun das Richtige?

Es gibt den bekannten Ausspruch eines unbekannten Scherzboldes: „Du willst GOTT zum Lachen bringen? Erzähl‘ Ihm Deine Pläne!“. Nein, unsere Wege sind wirklich nicht GOTTES Wege (Jesaja 55,8f)!

Das liegt zum großen Teil auch daran, dass GOTT die Prioritäten anders setzt als wir. Wir in unserer westlichen Welt denken leistungsorientiert, wir definieren uns über das, was wir tun, was wir leisten oder geleistet haben.

Genauso ging es mir, nachdem ich zu Jesus gefunden hatte. Ich wollte so gerne für Sein Reich arbeiten, etwas Sinnvolles tun, meinen Beitrag leisten zu GOTTES Reich. Aber niemand gab mir Arbeit, stellte mich ein. Das hat sich in den mittlerweile 25 Jahren, seit ich meiner Bestimmung nachjage, auch nicht großartig geändert. Jedenfalls nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, denn, um noch einmal auf Jesaja zurückzukommen: Meine Gedanken sind nicht GOTTES Gedanken!

Nein, wirklich nicht. Denn GOTT schaut auf unser Herz, nicht auf unsere Hände!

Die Menschen, also Du und ich, sind Ihm wichtig, nicht das, was wir tun. Er liebt uns unabhängig von unseren Taten. Die Beziehung zu uns ist Ihm wichtiger als das, was wir Ihm geben können.

Und weil Ihm die Beziehung zu uns so wichtig ist, ist sie auch das, woran Er vorrangig arbeitet.

Jesus fordert uns auf, GOTT von ganzem Herzen zu lieben und ebenso unseren Nächsten. Dies, so sagt Er, seien die beiden höchsten Gebote, in ihnen ist die gesamte Bibel zusammengefasst (Matthäus 22,34ff).

Und nur darum geht es: GOTT zu lieben. Er hat uns zuerst geliebt (1. Johannes 4,19) und möchte mit uns eine Liebesbeziehung. Nicht mehr und nicht weniger. Aus dieser Beziehung zu Ihm erwächst alles weitere, immer unter der Prämisse, dass es bei GOTT keine Leistungspunkte gibt. Alles was geschieht, soll aus Liebe geschehen (1. Korinther 16,14).

Unsere Werke können Ausdruck dieser Liebe sein, sind aber nicht das Ziel.

Jesus hat versprochen, dass, wer in Seiner Liebe bleibt, auch Frucht bringt (Johannes 15,5). Und wie bringt die Erde Frucht hervor? „Von selbst“ (Markus 4,28)! Ein guter Baum bringt von selbst gute Früchte hervor, er muss sich nicht großartig anstrengen. Alles was er braucht, ist ein liebevoller Gärtner, der ihn gießt, düngt und beschneidet.

Mehr noch, es ist die Bestimmung eines guten Baumes, Frucht hervorzubringen, er kann gar nicht daran vorbei. So auch wir: GOTT hat eine Bestimmung für uns, einen guten Plan für unser Leben (Epheser 2,10). Denk doch nur an Jona, der mit voller Absicht, an seiner Bestimmung vorbei, in die entgegengesetzte Richtung, bis ans damals bekannte Ende der Welt fliehen wollte. Und, ist es ihm gelungen? Nein, GOTT setzte buchstäblich Himmel und Erde in Bewegung, um Jona zu seinem eigentlichen Ziel zu bringen. So ist es auch mit uns, verlass Dich ruhig darauf. Und dabei spielen Deine Umstände nun wirklich keine Rolle. Sie sind egal, denn Du als Person bist es, die zählt!

Was ist denn nun meine Bestimmung? Nun, GOTT hat mir eine wunderbare Familie geschenkt. Die Herausforderungen sind größer denn je. Aber wenn ich in der Liebe bleibe, bin ich der Aufgabe und den damit verbundenen Herausforderungen gewachsen. Auch wenn ich nicht immer alles richtig mache, oft lieblos bin und noch viel zu lernen habe. Jesus hat mir das Leben zur Fülle gegeben, ganz wie er es in Johannes 10,10b versprochen hat. Und das will Er auch Dir geben! Er hat es versprochen, hab nur Vertrauen!

Und solange GOTT nicht explizit die Richtung vorgibt, ist es für Ihn völlig egal, wo wir leben, was wir arbeiten oder wen wir heiraten. Solange alles aus dieser Liebesbeziehung geschieht, ist unser HERR bei uns in allem, was wir tun und wohin wir gehen (Josua 1,9)!

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