War Jesus arm?

Auf jeden Fall ist Jesus arm geboren. Wobei die Geschichte mit der Herberge und dem Stall reiner Mythos ist, der auf einem Übersetzungsfehler beruht.

Was in unseren deutschen Übersetzungen mit „Herberge“ wiedergegeben ist, kennzeichnet eigentlich einen besonderen Raum, den viele Juden im Obergeschoss ihres Hauses für Gäste bereithielten.

Sowohl Maria als auch Joseph entstammen dem Haus des Königs Davids, Bethlehem war also ihre Heimatstadt, denn es ist die Stadt Davids. Sie werden hier viele Verwandte gehabt haben, die sie mit Freuden aufgenommen hätten. Vor allem, da Maria hochschwanger war. Niemals hätten diese Verwandten es zugelassen, dass Maria und Joseph in einer Herberge nächtigen, das ließ und lässt die Gastfreundschaft im Nahen Osten gar nicht zu.

Sie waren also bei Verwandten untergebracht. Und da das Gästezimmer im Obergeschoss bereits belegt war, schliefen sie mit den Gastgebern im Erdgeschoss, welches normalerweise nur einen Raum hatte, in dem nicht nur die ganze Familie untergebracht war, sondern auch deren Tiere. Im Wohnzimmer stand also die Krippe, in die Jesus gelegt wurde und wo Er es sehr warm, weich und gemütlich hatte. So ist also auch der Stall reiner Mythos, nirgendwo in der Bibel, innerhalb der Weihnachtsgeschichte, findet ein Stall eine Erwähnung. Auch dass es drei Weise waren, die das Jesuskind beschenkten, ist der Bibel hinzugedichtet. Ihre Anzahl wird nirgends genannt, es könnten genauso gut zwei, vier oder mehr gewesen sein.

Aber dass Seine Familie arm war, erkennt man an dem Opfer, das sie zu Seiner Beschneidung an Seinem 8. Tag im Tempel darbrachten: Es war das Opfer der Armen, ein Paar Tauben. So wuchs der kleine Jesus in Armut auf, bis etwa zu Seinem 2. Geburtstag, denn da kamen die Weisen aus dem Morgenland und brachten wertvolle Geschenke. Darüber, was Seine Eltern mit dem unverhofften Reichtum gemacht haben, schweigt die Bibel sich aus, es gibt nicht den geringsten Hinweis. Nehmen wir einfach mal an, sie haben es den Menschen gegeben, denen es noch schlechter als ihnen ging. Vielleicht haben sie auch ihr Exil in Ägypten damit finanziert oder es in den Tempel gegeben, wer weiß. Spätestens Jesus würde den Reichtum weggegeben haben, falls Seine Eltern diesen für Ihn aufgehoben haben sollten, denn auf materiellen Besitz legte Er nun wirklich keinen Wert.

Es bleibt also: „Jesus wurde arm für uns, damit wir durch Seine Armut reich würden“, wie es in einem wunderschönen Anbetungslied heißt.

Der vollkommene GOTT, der in einer vollkommenen Beziehung zum Vater und dem Heiligen Geist im Himmel lebte, verließ diesen wunderbaren Ort und die herrliche Gemeinschaft, um Mensch zu werden, einer von uns. Er gab all‘ Seine Vorrechte auf, um uns zu dienen und reich zu beschenken.

Durch Seine letzte Erniedrigung, Seinen Tod am Kreuz, gab Er uns das Geschenk der Erlösung. Wenn wir es annehmen, werden wir GOTTES Kinder, Prinzen und Prinzessinnen des Königs der Könige. Wir werden frei von aller Schuld und stehen rein und makellos vor dem heiligen GOTT. Das ist Seine Gnade, die Er in Jesus jedem Menschen anbietet.

Und dieser GOTT möchte uns noch weiter beschenken. Er ist der Schöpfer allen Lebens und weiß daher genau, wie dieses Leben gelingt. An diesem Wissen will Er uns teilhaben lassen und gibt uns darüber hinaus noch alles, was es dazu braucht.

Er erfüllt uns mit Seiner Liebe und möchte, dass wir diese unserem Nächsten weitergeben, damit auch er die Liebe GOTTES erfährt und annehmen kann.

So hat Jesus für jeden von uns eine Aufgabe, die unserem Leben Sinn und Ziel gibt. Stellen wir uns mit Ihm zusammen den Herausforderungen dieser Welt, hinterlassen wir sie damit ein bisschen besser, als wir sie vorgefunden haben…

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