Wer bin ich?

Es ist doch alles eine Frage der Definition, oder?

Bei GOTT ist das ja noch alles recht einfach, Er definiert sich selbst, in Seinem Wort: „Ich bin“, im hebräischen wörtlich: „Ich bin, der Ich war, der ist und der da kommt“ oder der „Ich bin, der ich bin“!

GOTT ist der Gleiche, gestern, heute und in Ewigkeit. In Ihm ist keine Veränderung, Er hat keinen Anfang und kein Ende.

Bei uns Menschen stellt sich allerdings die Frage, wer oder was uns definiert. Die Antwort auf diese Frage bestimmt unser gesamtes Leben, nicht nur hier auf Erden, sondern in alle Ewigkeit. Sie ist von entscheidender Bedeutung, deshalb sollten wir uns genau überlegen, wie wir sie beantworten.

Natürlich kann ich mich über mein Tun definieren. Ich bin, was ich leiste. Oder über das, was ich habe. Seht, was ich erreicht, angesammelt habe, ich definiere mich über meinen Besitz. Oder aber, auch weitverbreitet, über das, was Andere über mich sagen. Ich setze eine Maske auf, gebe den Schauspieler, um ein möglichst perfektes Bild von mir nach außen zu spiegeln.

Ihr könnt Euch denken, dass keiner dieser drei Wege dauerhaften Erfolg verspricht, denn sie sind vergänglich. Wie schnell kann es passieren, dass Leistung und Besitz mir genommen werden. Wie bei mir: Bedingt durch eine Psychose war ich von einem Tag auf den anderen behindert, unfähig, Leistung zu erbringen, ein Pflegefall. Und ich bin kein Einzelfall, wie viele Menschen fallen aus dem System, wie viele Träume platzen; wie oft passiert es, dass Menschen, trotz all unserer Mühen, einen Blick hinter unsere Maske erhaschen, unser wahres Selbst zu Gesicht bekommen.

Meistens sind es solche Krisen, die uns umdenken lassen, denn Krisen im Leben sind immer auch Chancen.

Das hat auch meine Frau erkannt, ihr neuer Wahlspruch lautet: „Ich muss niemandem etwas beweisen!“. Das ist gut und richtig so, denn weder den Menschen, noch GOTT müssen wir etwas beweisen, um zu sein.

Sehr schön finde ich in diesem Zusammenhang das Bekenntnis, das Bobby Schuller mit seiner Gemeinde vor dem Gottesdienst spricht: „Ich bin nicht, was ich tue. Ich bin nicht, was ich habe. Ich bin nicht, was andere über mich sagen. Ich bin ein geliebtes Kind GOTTES, das ist es, was ich bin!“.

Wenn wir damit vom Vergänglichen weg anfangen, auf das Ewige zu schauen, haben wir einen entscheidenden Schritt zur Veränderung getan, wir werden frei. Denn Leistung, Besitz und die Meinung anderer knechten uns, erst Jesus setzt uns frei. Wenn wir uns von Ihm definieren lassen, lernen wir, mit unseren bisherigen „Herren“ richtig umzugehen.

Die Definition von Jesus ist: Liebe! Bedingungslose Liebe, zu Dir, zu mir, zu allen Menschen! Alles, was Jesus tut oder sagt, entspringt dieser unendlichen, vollkommenen und ewigen Liebe zu Seinen Menschenkindern. Diese Liebe hat, ähnlich einem Diamanten, unendlich viele Facetten: So hat Er uns z.B. alles gegeben, bis hin zu Seinem Tod am Kreuz, der uns die Erlösung brachte, damit wir ein gelingendes Leben führen können, ein Leben in Fülle, Freude und Frieden, wie Er es uns versprochen hat. Einem anderen, wie mir z.B., ist vielleicht die Liebe des Vaters wichtig geworden, eines Vaters, den er hier auf Erden so nie hatte.

Was uns auch an Seiner Liebe anzieht, wir wissen uns angenommen, bei Jesus können wir sein, ohne zu tun oder zu haben. Die Schauspielerei, die Masken, müssen wir allerdings vor Ihm ablegen, denn Er möchte, dass wir ehrlich zu Ihm sind. Er hat allezeit nur gute Gedanken über uns, nimmt uns an, wie wir sind, nicht, wie wir sein sollten.

Definieren wir uns also über Seine Liebe, wissen wir uns vollkommen geliebt, dann haben wir, wie Jesus es sagt, unser Lebenshaus auf Stein gebaut, es hat ein festes Fundament, das kein Sturm des Lebens einreißen kann. Wir haben damit auf die Ewigkeit gesetzt, nicht auf den vergänglichen Schein.

Die Kraft Seiner Liebe ist es, die uns in unserer Schwachheit stärkt, uns Dinge erreichen lässt, die der natürliche Mensch nicht glauben kann. Und Seine Liebe ist es, die dann von unserem Inneren nach außen strahlt, uns dieser lieblosen Welt liebevoll begegnen lässt und uns liebenswert macht.

Genau so machen wir dann einen Unterschied und hinterlassen damit diese Welt ein klein wenig besser, als wir sie vorgefunden haben…

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