Alles ist nichts ohne die Liebe, oder?

Nun habe ich schon einige Artikel und Podcasts veröffentlicht. Vielleicht hast Du ja das Eine oder das Andere mitnehmen können, Du fühltest Dich angesprochen und hast an Erkenntnis gewonnen. Von Einigen weiß ich, dass dem so ist.

Was nützt uns aber alle Erkenntnis, wenn wir die Liebe nicht haben, oder, um es mit Paulus zu sagen: Die Erkenntnis bläht auf; aber die Liebe baut auf (1. Korinther 8,1b).

An erster Stelle steht dabei die Liebe des Vaters zu uns. Wenn wir Seine bedingungslose Liebe nicht annehmen, im tiefsten Inneren unseres Herzens uns nicht geliebt wissen, haben wir auch keine Liebe, die wir weitergeben können. Wir sind dann kalt, herzlos und gesetzlich.

Das Christentum wird oft als Religion bezeichnet, Jesus als ihr Religionsstifter. Damit kann ich leben, was hat die Welt schon für eine Ahnung von Christus. Was mein Herz aber zutiefst betrübt, sind die vielen Geschwister, die Religion statt Glauben leben. Wie der ältere Bruder im Gleichnis von den verlorenen Söhnen setzen sie alles daran, die in sie gestellten Erwartungen zu erfüllen. Nur wie erfüllt man die Erwartungen eines unendlich großen und dreifach heiligen GOTTES?

Eigentlich müsste jeder einsehen, dass dies vollkommen unmöglich ist, und doch strampeln wir uns ab, um Gefallen bei GOTT und den Menschen zu finden. Und auf jeden, der nicht unseren selbstgestellten moralischen Ansprüchen genügt, schauen wir selbstgefällig herab. Wir haben die Gnade verlassen und leben nach dem Gesetz, dies führt aber unweigerlich zum Tod. Schlimm genug, dass wir selbst sterben, nein, wir reißen noch so viele wie möglich mit und am meisten verletzen wir dabei die, die wir doch angeblich lieben.

[Aber] das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben GOTT geliebt, sondern Er hat uns zuerst geliebt (1. Johannes 4,10a)

Es geht also in erster Linie nicht darum, GOTT oder die Menschen zu lieben, sondern Seine Liebe in unser Herz zu lassen. Alles andere erfolgt aus der Gewissheit heraus, dass wir geliebt sind, und zwar so, wie wir sind und nicht, wie wir sein sollten. Und so gibt es auch keine Regeln mehr, die wir uns und anderen aufzwingen müssten, wir sind, so Paulus, frei vom Gesetz, ihm abgestorben (Römer 7,6). Bei GOTT gibt es keine Leistungspunkte, nichts von dem, was wir tun oder auch nicht tun, kann Seine unendliche Liebe zu uns vergrößern oder schmälern. Es ist unverdiente Gnade, in einer Größenordnung, wie wir sie niemals zurückzahlen können. Wir sollten es gar nicht erst versuchen…

Wenn die Liebe des Vaters unser Herz erfüllt, dann drängt diese Liebe ganz automatisch nach außen, denn Liebe ist immer aktiv, niemals passiv. Unser Herz ist dann erfüllt mit GOTTES Liebe und in der Kraft Seines Sohnes werden wir aktiv, gemäß dem Heiligen Geist und den Gaben, die Er uns gegeben hat.

Das allein ist die wahre Freude, das wahre Leben: Die Liebe Jesu in diese lieblose Welt hinauszutragen und sie damit ein klein wenig besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben…

Ein Kommentar zu „Alles ist nichts ohne die Liebe, oder?

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