Hast Du mich lieb, auch wenn ich stinke?

Geliebt, trotz Stinkefüße…

Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. (Lukas 15,21)

Ich liebe meine Frau, sie ist die beste Ehefrau von allen!

Und ich? Ich bin ein Typ mit Stinkefüßen!

Wenn wir Arm in Arm kuscheln, riecht meine Frau das natürlich, aber noch nie hat sie sich beschwert. Manchmal, nach dem Kuscheln, weist sie mich dezent darauf hin und ich gehe dann, mir die Füße waschen. Sie hat mich lieb, trotz meiner Stinkefüße und all‘ meiner anderen Fehler…

Genauso erging es dem jüngeren Sohn im Gleichnis von den verlorenen Söhnen (Lukas 15,11ff).

Dieser hatte seinen Vater verlassen, dessen Geld in der Fremde durchgebracht und endete als Schweinehirt. Für einen Juden, für den Schweine unreine Tiere sind, wohl das Schlimmste, was einem passieren kann. Und er wird nicht gerade angenehm gerochen haben, ganz im Gegenteil, er hat fürchterlich nach Schweinemist gestunken.

Doch da, im Schweinestall, am untersten Tiefpunkt seines verkorksten Lebens, kam er zur Besinnung und machte sich auf den Weg nach Hause, heim zu seinem Vater.

Es wird ein langer Weg gewesen sein, bei dem er sich viele Gedanken gemacht hat. Er erwartete nicht, dass sein Vater ihn wieder als Sohn aufnehmen würde, als Hilfsarbeiter wollte er bei seinem Vater arbeiten und so die Schuld abbezahlen, die er aufgehäuft hatte. Und er war sich bestimmt nicht sicher, ob sein Vater auf dieses Angebot eingehen würde. Und dass er keine Chance hatte, seine Schulden in diesem Leben ab zu bezahlen, wird ihm wohl auch klar gewesen sein.

So kehrte er zu seinem Vater nach Hause zurück. Er war noch weit entfernt, als sein Vater ihn kommen sah. Voller Liebe und Mitleid lief er seinem Sohn entgegen, schloss ihn in die Arme und küsste ihn (Lukas 15,20; NLB).

Im griechischen Original wird deutlich, dass der Vater gar nicht davon abließ, seinen Sohn zu küssen. Er sah nicht die zerlumpten Klamotten, roch nicht den Schweinegestank und trauerte nicht dem verlorenen Vermögen nach. Er war einfach nur froh, dass sein Sohn nach Hause gekommen ist. Nicht ein Vorwurf ist zu hören, da ist nichts außer Liebe.

Jesus erzählt uns dieses Gleichnis, um die Liebe des himmlischen Vaters zu Seinen Menschenkindern zu veranschaulichen.

GOTT hat uns so sehr lieb, dass Er Seinen geliebten Sohn gab, der uns durch Sein Blut von allem Schweinedreck reinigt. Da ist nichts mehr, was der Vater uns vorwirft, seit Jesu Tod am Kreuz ist Er nicht mehr zornig auf uns, wir stehen rein, heilig und untadelig vor Ihm. Alles was bleibt, ist die Freude darüber, dass wir nach Hause kommen – und Seine unendliche Liebe zu uns.

Und doch ist da unsere Scham, die uns daran hindert, die Liebe und Vergebung des Vaters auch anzunehmen.

Denn der Vater hat einen Feind, Satan genannt, der unter allen Umständen die Beziehung zu unserem Vater zerstören möchte. Dieser Feind ist es, der uns die Scham ins Herz legt, denn sie ist das beste Mittel, unsere Beziehung zum Vater zu stören, sie hindert uns daran, dass Seine Liebe vom Kopf in unser Herz rutscht.

Scham ist niemals von GOTT, sie ist eine perfide Lüge des Feindes. Wie bei allen Lügen müssen wir ihr vehement widersprechen. Überkommt uns die Scham, halten wir ihr das Kreuz entgegen, drückt uns die Schuld, baden wir im Blut. Wir halten der Lüge die Wahrheit GOTTES entgegen und weigern uns einfach, den Lügen Satans Glauben zu schenken. Ein probandes Mittel, der Scham zu begegnen, ist das Abendmahl, wo wir uns an Kreuz und Auferstehung erinnern.

Seit Jesu Tod am Kreuz und Seiner Auferstehung ist deshalb kein Raum mehr für Scham, unsere Sünde ist ins äußerste Meer geworfen. Nicht einen Augenblick wird ihrer wieder gedacht oder sie zur Sprache gebracht. Das ist die Wahrheit, die wir der Lüge entgegenhalten. Wir sind keine Schweinehirten mehr, sondern Prinzen und Prinzessinnen des Königs der Könige, so wertvoll und liebgeachtet, dass dieser König einer von uns wurde und Sein Leben für uns gab. Nichts und niemand kann uns das nehmen, egal was wir gestern angestellt haben oder morgen noch anstellen werden!

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