Gesetz oder Gnade?

Aus der Gnade gefallen?

Denn wenn Ihr durch das Gesetz vor GOTT bestehen wollt, seid Ihr von Christus getrennt und aus GOTTES Gnade gefallen. (Galater 5,4; NLB)

Ja, ich habe die Gnade empfangen, aber, so fragst Du Dich, das Gesetz muss ich doch halten, oder?

Welches Gesetz? Die beiden höchsten Gebote, die Jesus uns gegeben hat, die Zehn Gebote des Alten Testaments oder dessen Moralgesetz?

Nun, Paulus macht es sehr deutlich, in Galater 3,10 zitiert er das Alte Testament, wenn er schreibt: Verflucht ist jeder, der nicht ALLE Gebote beachtet und befolgt, die im Buch des Gesetzes geschrieben stehen. (NLB) Wie viele Gebote? Alle! Die ganzen 613 Ge- und Verbote der Torah, der fünf Bücher Mose, dem Buch des Gesetzes. Und Jakobus ergänzt: […] wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. (2,10)

Siehst Du ein, dass es völlig unmöglich ist, das Gesetz zu halten? Schon Jesu höchstes Gebot, liebe Deinen GOTT von ganzem Herzen, ist unmöglich zu erfüllen, oder warst Du heute nicht mal ein klein wenig selbstsüchtig? Hast Du in letzter Zeit mal jemanden einen Idioten o.ä. genannt? Dann bist Du, laut Jesus, ein Mörder – schuldig am Gesetz, an den 10 Geboten. Bist Du verheiratet und hast trotzdem jemand anderen auch nur begehrlich angesehen? Dann bist Du ein Ehebrecher – zack, schuldig! (Matthäus 5,22.28)

Nein, niemand kann das Gesetz halten und „gut gemeint“ oder „Ich habe es versucht“ reicht nicht, niemals ist auch nur ein Mensch den Forderungen des Gesetzes gerecht geworden, egal welche Gesetze er sich auch herauspickt!

Konsequenz, laut Paulus: Wir sind verflucht, wenn wir versuchen, das Gesetz zu halten und die Strafe für die Übertretung des Gesetzes ist – der Tod (Römer 6,23)!

Und im Tod liegt die Antwort. Es musste jemand sterben, es musste Blut vergossen werden, damit unsere Strafe bezahlt ist. Dieses Opfer, stellvertretend für uns gebracht, musste fehlerlos sein. Es fand sich in der Person von Jesus Christus, der der einzige ist, der niemals eine Sünde begangen hat.

Er ist, wie Er selbst sagt, die Vollendung des Gesetzes, seine Erfüllung (Matthäus 5,17). Wir aber sind, so Paulus, in Ihm dem Gesetz abgestorben, es hat keine Macht mehr über uns und kann von daher auch keine Forderungen mehr stellen (Römer 7,4). Der Strafe ist bezahlt, all‘ der Bockmist, den ich gestern und heute angestellt habe, ja, selbst der, den ich morgen noch anstellen werde. Erledigt, oder, um Jesus zu zitieren: Es ist vollbracht! (Johannes 19,30)

Wie denn nun: Können wir sündigen ohne Ende und tun und lassen, was wir wollen?

Das sei ferne, würde Paulus jetzt antworten. Und ich sage, wenn Du so denkst, ist die Liebe nicht in Dir.

Denk doch mal an einen Menschen, den Du liebhast. Würdest Du ihm mit voller Absicht und mit Freude etwas Böses tun? Nein, niemals, oder? Ganz im Gegenteil, Dein Verlangen ist es, ihm Freude und Gutes zu bereiten und ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen, oder nicht?

So auch mit Jesus! Wenn wir erstmal begriffen haben, was für ein Geschenk die Gnade ist und Seine Liebe in unseren Herzen Einzug gehalten hat, dann können wir doch nur mit Liebe antworten. Und die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. (Römer 13,10)

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