Wer geht über den Jordan?

…oder über die Wupper?

Bis ich über den Jordan komme in das Land, das uns der HERR, unser GOTT, geben wird. (5. Mose 2,29b)

Von meiner Frau habe ich mir sagen lassen, wenn man hier im Rheinland „über die Wupper geht“, so bedeutet das soviel wie: Er ist von den Lebenden zu den Toten hinübergegangen. Der Spruch mit der Wupper stammt aus dem 19. Jahrhundert, wo dieser, zur Zeit der industriellen Revolution, so verschmutzt war, dass einen ein Bad im Fluss das Leben kostete.

Ähnlich ist auch „über den Jordan gehen“ ein Synonym für Sterben.

Dies stammt daher, dass man früher die Überquerung des Jordan als Eintritt in das Himmelreich betrachtete, in das man nur kam, wenn man starb.

Oh, wie sehr hat doch der Teufel unsere Gedanken und unsere Sprache vernebelt!

Als die Kinder Israels nach 40 Jahren der Wüstenwanderung vor dem Jordan standen, war die Überquerung des Flusses alles Andere als der Übertritt vom Leben in den Tod. Das Gegenteil war der Fall! Nun kamen sie in das verheißene Gelobte Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Wie schon zu biblischen Zeiten, ist der Jordan auch heute noch ein Grenzfluss in das Land Israel.

Jeder Mensch steht, geistlich gesehen, an dieser Grenze, am Jordan.

Und Jesus lädt jeden Menschen ein, den Fluss zu überqueren, nach Hause zu kommen, in Sein Reich.

Doch nur die Wenigsten wagen diesen Schritt. Die meisten haben es sich jenseits des Jordan bequem eingerichtet und fühlen sich sehr wohl in der Fremde. Einige haben auch Angst, sie könnten bei der Überquerung des Jordan ihr Leben verlieren. Diese Angst ist nicht einmal unbegründet. Denn mit der Überquerung des Jordan verlieren wir tatsächlich unser altes Leben, nichts ist, wie es vorher einmal war.

Doch haben wir den Jordan erst einmal überquert, fängt unser neues Leben an, ein Leben in Fülle und zur vollen Genüge, wie wir es jenseits des Jordans niemals finden würden. Plötzlich hat unser Leben Sinn und Ziel, wir sind zu Hause, im Reich GOTTES, oder, wenn Du so willst, im Himmelreich.

Das Reich der Himmel beginnt eben nicht erst, wenn wir über die Wupper gegangen sind, sondern in dem Moment, wo wir die Einladung Jesu annehmen und über den Jordan gehen. Es liegt an Dir, jetzt und in diesem Augenblick in das Himmelreich einzutreten, denn das Reich GOTTES beginnt im Hier und Jetzt, in Deinem Herzen.

Hast Du Dich für Jesus entschieden, nimmt in diesem Augenblick der Heilige Geist Wohnung in Deinem Herzen und füllt es mit der Liebe des Vaters. Er füllt es nicht nur, Er lässt Seine Liebe in Dir überfließen, so reichlich, dass Du davon gut und gerne abgeben kannst und willst. So steckst Du Deinen Nächsten mit der Liebe Jesu an, hilfst ihm über den Jordan und hinterlässt damit diese Welt ein klein wenig besser, als Du sie vorgefunden hast…

2 Kommentare zu „Wer geht über den Jordan?

  1. Sehr gelungener Text und ermutigend wie immer !! Bitte weiter machen … das ist sooo wertvoll, deine Zeilen zu lesen und da ich im letzten Jahr in Israel war, habe ich den Jordan bildlich vor Augen … an der Wupper hingegen war ich zuletzt als kleines Kind 🙂

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  2. Danke für den Beitrag.

    Die Bibel ist nicht nur ein Buch mit vielen Geschichten. Sie trägt auch einen kabbalistischen Hintergrund, der leider nur den jüdischen Gelehrten bekannt ist. Doch dadurch eröffnen sich weitgehende Einsichten.

    Das Wasser im Hebräischen = ‚majim‘ – hat den Wortwert: Mem-Jod-Mem, 40-10-40. Mem ist der Buchstabe mit dem Namen ‚Wasser‘…das Fließende, Bewegende. Wasser und Mem verweisen damit auch auf den Begriff ‚Zeit‘. Sie schreitet unwiderruflich fort und löscht das Er-Leben des Augenblicks aus. Ertrinken in der Zeit und Ertrinken im Wasser sind eigentlich dasselbe. Deshalb wird Zeit immer mit der 40 oder mit 400 gemessen.

    Das Gehen durch diese Welt ist also wie ein Gehen durch Wasser und Zeit am siebten Tag. Noah hatte damals die ‚teba‘, das Wort, um durch das Wasser hindurchzukommen. Sein Schiff schützte ihn davor, im Wasser zu versinken. Es ist also ‚das Wort Gottes‘, das die Menschen bewahren kann, in der Masse der Vielheit dieser Welt unterzugehen. Die hat keinesfalls ‚der Teufel‘ erschaffen, sondern der Mensch selbst, der Unzucht mit der ganzen Welt treibt.

    Wenn der Mensch am 8. Tag nach der Jordan Überquerung die andere Welt erreicht hat, entsteht ein neuer Zustand. Dann wird es keinen Gegensatz mehr zwischen Leben und Tod geben, wie am 7. Tag.
    Zwischen dem 7. und 8. Tag liegt hier noch die Schwelle des Todes. Wer diese überschreitet, kommt in den 8. Tag. Das gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die ganze Welt.

    Das ist der Sinn des ewigen Lebens in der kommenden Welt.

    Liebe Grüße
    Gisela

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