Ist Jesus ein Moralist?

Warum Jesus weder Religionsstifter noch Moralapostel ist…

Denn Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. (Matthäus 5,20)

Alle Religionen dieser Welt haben ihre Moral, das Grundcredo lautet: „Tu Gutes, dann geschieht Dir Gutes“. Von Jesus wird nun behauptet, Er habe ein vorbildliches, moralisch einwandfreies Leben geführt und Seine Anhänger aufgefordert, es Ihm gleich zu tun, denn so würden sie in den Himmel, in das Paradies kommen.

Wenn dem aber so ist, dann wäre es egal, welchem Gott ich folge, denn sie alle versprechen das Gleiche; wenn sich auch die Details unterscheiden, das Prinzip ist doch dasselbe. Und wenn es wirklich so etwas wie „Karma“ gibt, oder die Vorstellung, dass Liebe immer mit Liebe beantwortet wird, warum ist Jesus dann auf so grausame Art hingerichtet worden? Er war nicht nur der liebevollste Mensch auf Erden, Er ist die Liebe, hat Sein Leben lang nur Gutes getan und keine einzige Sünde begangen.

Warum also diesem Jesus folgen, dessen Moralansprüche doch, für jeden Menschen ganz offensichtlich, nicht erfüllt werden können? Es gibt wirklich einfachere Wege, die vielen Religionen machen es einem leicht.

Die Antwort ist einfach: Der Glaube an Jesus ist keine Religion und unsere Moralansprüche finden in Jesus ihr Ende!

Jesus ist kein Religionsstifter, wie so oft fälschlich behauptet wird, Er ist Brückenbauer! Er allein ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er hat nicht Moral gepredigt, sondern Beziehung. Ihm geht es darum, wie wir die zerbrochenen Beziehungen in unserem Leben wieder heilen können, zuerst die Beziehung zum Vater, dem einzig wahren GOTT, und dann zu unseren Nächsten.

Dazu braucht es, so stellt Paulus in mehreren seiner Briefe fest, kein erneuertes moralisches Denken und Handeln, sondern den Tod des alten Menschen, der zu moralischer Integrität gar nicht fähig ist. Denn der Versuch, ein moralisch einwandfreies Leben zu führen, ist nichts anderes als der Versuch, sich selbst zu erlösen, also quasi sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf und den Morast zu ziehen. Wir alle unterliegen dieser Versuchung, aus eigener Anstrengung gerecht werden zu wollen, sie ist eine Folge des Sündenfalls und der Grund dafür, warum selbst in christlichen Kreisen Moral gepredigt wird, denn das ist genau das, was die Menschen hören wollen.

Den Jo-Jo-Effekt, der dabei entsteht, nehmen aber viele nicht wahr. Bin ich obenauf, genüge ich meinen eigenen moralischen Ansprüchen, werde ich überheblich und hartherzig, ich stelle mich über meine Mitmenschen, halte mich für besser, genau wie die Schriftgelehrten und Pharisäer in den Evangelien. Schnell schlägt der Jo-Jo aber auch in die andere Richtung aus: Ich brauche nur einen Fehler zu machen, mir selbst und den Ansprüchen dieser Welt nicht mehr zu genügen und ich falle in ein tiefes Loch, in dem mich die Schuldgefühle bis in den Selbstmord treiben können. So töten Religion und Moral die, die doch zum Leben bestimmt sind; welch ein grausames Opfer wird diesen Götzen dargebracht.

Auch der Glaube an Jesus fordert ein Opfer. Aber während alle Religionen dieser Welt ein Opfer von uns fordern, um den Götzen zu gefallen, bringt Jesus selbst am Kreuz dieses Opfer, um die Beziehung zum Vater wiederherzustellen. Nehmen wir dieses Opfer an, werden wir Kinder des einzig wahren GOTTES. Voller Liebe nimmt Er uns an, völlig unabhängig davon, was wir getan haben oder noch tun werden. Wir erlösen uns nicht selbst durch gute Taten, wir lassen uns von Jesus erlösen von aller Schuld und Ungerechtigkeit. GOTT selbst ist es, der uns durch Jesus gerecht spricht und uns frei davon macht, in Selbstgerechtigkeit zu leben.

In Jesus schenkt Er uns ein neues Leben, in Form Seines Heiligen Geistes, der uns führt und leitet und uns befähigt, den Willen GOTTES zu tun. Ohne den Heiligen Geist und den Glauben an Jesus ist es unmöglich, GOTT zu gefallen.

In dem Maße, in dem unsere Beziehung zum Vater wieder hergestellt ist, der Glaube, das Vertrauen zu Jesus wächst, in dem Maße werden auch die Beziehungen zu unseren Nächsten heil. Leben wir aber gesunde Beziehungen, wächst dadurch das Vertrauen zum Vater, da wir in unserem Nächsten Jesus sehen. Und so schenkt uns Jesus ein Leben in Fülle, wie er es in Johannes 10,10 versprochen hat, ein Leben, das die Kraft hat, diese gottlose, in Religion und Selbstgerechtigkeit gefangene Welt zu verändern und sie damit ein ganzes Stück besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben…

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