Das Leben genießen?

Was will ich in diesem Leben erreichen?

Jesus spricht: „Siehe, Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ (Matthäus 10,16a)

Diese Welt, und sogar einige christliche Prediger, wollen uns einreden, dass wir dieses Leben in vollen Zügen genießen sollen. Es wird das Prinzip propagiert: „Tu Gutes, dann geschieht Dir Gutes“. 

Aber stimmt das, geht diese Rechnung auf? Kann ich GOTT dazu zwingen, mir Gutes zu tun, wenn ich selbst Gutes tue? Bekomme ich, was ich investiere, 1 zu 1 zurück?

Jeder, der dieses Leben ein bisschen kennt, weiß, dass diese Rechnung eben nicht aufgeht: GOTT ist kein Wunschautomat, wo ich oben die gute Tat hineinwerfe und unten den Segen herausbekomme. GOTT lässt sich nicht unseren Willen aufzwingen, Er ist souverän.

Das beste Beispiel dafür, dass diese Rechnung nicht aufgeht, ist wohl das Leben von Jesus: Er, der die Liebe ist und Sein Leben lang nur Gutes getan hat, wurde am Ende auf das grausamste hingerichtet. Dabei war Ihm Sein Ende von Anfang an bewusst, Er kannte den grausigen Ausgang Seines Lebens und hat sich bewusst dafür entschieden.

Warum? – Weil Er ein höheres Ziel verfolgt hat!

Es ging Ihm niemals um sich selbst! Und obwohl Er sicherlich die gemeinsame Zeit mit Seinen Jüngern genossen hat, war es nicht Sein Ziel, das Leben zu genießen. Er hatte ein höheres Ziel: Nicht weniger, als die Welt zu verändern!

Dabei hat Er immer von sich weg auf Seinen Vater und Seinen Nächsten geschaut. Diese waren Ihm wichtiger als Sein eigenes Wohlergehen.

Wenn wir Ihm in diesem Punkt folgen, dann, und erst dann, wird es unserer Seele wohlergehen und wir werden, wie Er, diese Welt verändern. Dies gilt dann auch, wenn wir verfolgt, angefeindet und angespuckt werden, wenn man uns ins Gefängnis steckt und uns auslacht. Und es gilt selbst dann, wenn alles gegen uns zu stehen scheint: Wenn wir eben nicht gesund sind und uns ein Schicksalsschlag nach dem anderen trifft. Wir mögen in diesen Momenten unser Leben nicht genießen können, aber in Allem geht es unserer Seele wohl. Wir sind wie Schafe unter den Wölfen, aber beschützt und geborgen in der Hand des Vaters.

Es steht mir frei, mich nur um mich selbst zu kümmern und mir selbst zu nehmen, was ich meine, zu diesem Leben zu brauchen. Viele Menschen gehen diesen Weg. Aber die meisten merken auch recht schnell, dass dieser Weg nicht zu Glück, Erfüllung und Zufriedenheit führt, sie können dieses Leben eben nicht genießen, obwohl es das Ziel ihrer Anstrengungen ist.

Jesus ist ganz bewusst einen anderen Weg gegangen, Er kam als Diener, um GOTT und den Menschen zu dienen und gab uns damit ein Vorbild. Er, der Diener GOTTES und der Menschen, veränderte diese Welt: Nichts war nach Ihm noch so, wie es vor Seiner Zeit war!

Diesem Vorbild wollen wir folgen, mit Ihm die Welt verändern und sie so ein ganzes Stück besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben…

2 Kommentare zu „Das Leben genießen?

  1. Ich kann Teilen deiner Ausführungen, Joseph, nicht zustimmen.

    Galater 6,7 ist klar: Irret euch nicht. Gott lässt sich nicht spotten. Was ein Mensch sät wird er ernten.

    Säe ich Gutes, so ernte ich auch Gutes. Nicht sofort – der Same muss ja erst einmal aufgehen. Wir brauchen oft viel Geduld, um die Erfahrung machen zu können …

    Ich habe diese Erfahrung oft in meinem Leben gemacht – da, wo ich Gutes gesät habe (in welcher Form auch immer), habe ich auch Gutes geerntet. Aber nicht immer zu dem Zeitpunkt und die Art und Weise, die ich gerne hätte. Gott ist souverän.

    Gott bestimmt den Zeitpunkt, wann die Saat reif ist zur Ernte.

    Das hat meiner Meinung auch nichts mit dem bekannten Wunschautomaten zu tun – ein solcher ist Gott wahrlich nicht …

    Jesus ist nicht dafür gestorben, dass wir ein trauriges Leben führen und nur leiden … das sagt doch
    Joh. 10,10 sehr klar “ Der Dieb ist gekommen zu stehlen, zu morden und Verderben zu bringen. Ich (Jesus) aber bin gekommen, dass sie das Leben in voller Genüge haben sollen.“

    Dieser Vers bezieht sich doch nicht nur auf die Ewigkeit bei Gott …

    Den Weg „aus Ägypten ins gelobte Land“ geht Gott mit jedem Menschen ganz individuell

    LG, Andrea

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    1. Liebe Andrea,

      hat meine Frau es verdient, dass sie so krank ist? Habe ich es verdient, dass es mir so gut geht? Hast Du verdient, was Dir in Deinem Leben widerfahren ist? Haben wir wirklich gesät, was wir geerntet haben?

      Was ist mit den Nazis, die nach dem Krieg in Südamerika ein sorgenfreies, unbehelligtes Leben geführt haben, in der Bundesrepublik wurden viele Alt-Nazis wieder Richter und Generäle, einer hat es sogar bis in das Kanzleramt Adenauers geschafft, und dies obwohl sie sich an GOTTES Augapfel vergriffen haben.

      Nein, das Leben beweist doch, dass Deine Auslegung von Galater 6,7 zu kurz greift, Du achtest nicht auf den Zusammenhang.

      Wenn Paulus schreibt, GOTT lässt sich nicht spotten, dann muss man sich doch fragen: Wer spottet GOTT, die Gläubigen oder die Nichtchristen? Genau, die Nichtchristen, die werden empfangen, was sie verdient haben und zwar am Tag des Gerichts, dem sich niemand entziehen kann. Wir aber, die Gläubigen, empfangen nicht, was wir verdient haben, sondern unsere Belohnung, das ewige Leben. Dies wird im nächsten Vers deutlich, den Du mitlesen musst, wenn Du Vers 7 zitierst…

      Alles Liebe

      Joseph

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