Jesus@home: Gewohnheiten sind der Fingerabdruck unseres Charakters

Deine Gewohnheiten sind nicht meine Gewohnheiten, oder?

Vom Anfänger zum Experten, aber was für ein Experte?

Die Ehrfurcht vor dem HERRN lehrt die Menschen Weisheit; der Ehre geht Demut voraus. (Sprüche 15,33; NLB)

Wir hatten beim Bibel-Coaching über Gewohnheiten gesprochen. Gewohnheiten gibt es ja nun gute und schlechte, die schlechten sind schwer ab- und die guten schwer anzutrainieren. Was es braucht ist ein wenig Selbstdisziplin, Geduld und, vor allem, GOTTES Hilfe.

Die ersten beiden Dinge gehen mir fast völlig ab, ich verfüge weder über Selbstdisziplin noch Geduld, aber ich habe meinen GOTT auf meiner Seite, der alle Geduld der Welt hat.

Jesus stellt in Matthäus 6,21 fest: Wo Dein Schatz ist, da ist auch Dein Herz. Wenn Jesus mein Schatz ist, GOTT mein König und Vater, dann liegt mir auch Sein Reich am Herzen. Und das Reich GOTTES hier auf Erden beginnt in meinem Herzen, von da aus breitet es sich aus, gewinnt immer mehr an Raum, in mir und um mich herum.

Wir hatten weiter festgestellt, dass es vom Anfänger- zum Expertenstatus durchschnittlich etwa 10.000 Stunden an Zeit benötigt, die man in die Fertigkeit investieren muss. Aber will Jesus dass wir Bibelexperten werden, die Bibel in Teilen auswendig kennen und zur richtigen Zeit, am richtigen Ort das richtige Bibelzitat zur Hand haben?

Nein, ich glaube nicht, im Gegenteil, ich glaube 10.000 Stunden Zeit in das Bibelstudium investiert, sind, für sich allein genommen, vertane Zeit! Denn Erkenntnis allein bläht auf, macht überheblich, die Versuchung dazu kann wohl jeder nachvollziehen, der auf seinem Gebiet ein Experte ist. Mir ist es jedenfalls so gegangen.

Wenn es Jesus also nicht um Erkenntnis geht, worum geht es dann, was und wie hat Er Seine Jünger gelehrt?

Er hat mit Seinen Jüngern in Beziehung gelebt, so wie sie mit Ihm. Sicherlich hat Jesus auch gepredigt und gelehrt, aber das war nicht Sein Hauptaugenmerk, zuallererst ging es Ihm um das Miteinander und die Liebe zueinander. Und so hat Er ihnen, und damit auch uns, vorgelebt, was es bedeutet, ein Leben im Reich GOTTES hier auf Erden zu leben. Jesus ist und bleibt damit unser großes Vorbild.

Wenn also 10.000 Stunden Bibelstudium vertane Zeit sein können, so sind es die Stunden, die wir in Beziehungen investieren, auf gar keinen Fall. Und ja, es sind gerade die schwierigen Beziehungen, die Menschen, an denen wir uns reiben, die uns am ehesten voranbringen, die uns wachsen lassen. Und so ist auch wunderbar, sich an Jesus zu reiben, mit Ihm zu streiten und zu diskutieren…

Wenn wir unseren Jesus wirklich lieb haben, werden wir fast automatisch, von ganz von allein, Zeit mit unserem besten Freund verbringen wollen. Nehmen wir uns Zeit für Jesus, wächst die Liebe in uns zu Ihm und zu unseren Geschwistern, dagegen können wir so gut wie gar nichts tun. Niemand muss uns auffordern, morgens Stille Zeit zu halten, den Zehnten zu geben oder Sonntags in den Gottesdienst zu gehen. Was Jesus wichtig ist, legt Er in unser Herz und dies kann sich erheblich von dem unterscheiden, was Er meinem Bruder, meiner Schwester ins Herz legt.

Wenn wir uns nur ein offenes Herz und einen offenen Geist, offene Augen und Ohren, willige Hände und Füße bewahren, wir also Ehrfurcht haben vor GOTT und dabei demütig bleiben, kommen Weisheit und Ehre fast ganz von allein, genau wie es unser Eingangsvers sagt: Die Ehrfurcht vor dem HERRN lehrt die Menschen Weisheit; der Ehre geht Demut voraus. (Sprüche 15,33; NLB)

Ein Kommentar zu „Jesus@home: Gewohnheiten sind der Fingerabdruck unseres Charakters

  1. Eigentlich ist es nicht schwer, sich schlechte Gewohnheiten ab und gute anzugewöhnen. Man muss es nur wollen und der ersten Schritt auch tun. Der zweite Schritt fällt dann schon leichter.
    Ich habe meinen Gegenüber in seinen Reden oft unterbrochen. Das fand er nicht gut. So habe ich mir Mühe gegeben. Natürlich gab es Rückfälle, doch die Zwischenräume wurden immer größer. Nun klappt es gut.
    Sich gut Gewohnheiten anzugewöhnen geht leichter. Vieles gucke ich mir von meinen Mitmenschen ab. Was mir gefällt, versuche ich, es auch zu können.

    Ich bin überzeugt, dass wir so leben sollen, wie Jesus uns lehrt. Ja, wir sollen einander lieben und den Anderen achten. Egal ob Bettler oder Kaufmann, so entsteht eine Beziehung. Nicht mit Beschimpfen. Denn das Reiben sollte niemals den Anderen herabwürdigen. Wo die Liebe wohnt, da kann ich meinen Gegenüber aushalten. Denn er wird mich aushalten. So lernen wir von einander und die Liebe kann wachsen.

    „Wenn wir uns nur ein offenes Herz und einen offenen Geit, offene Augen und Ohren, willige Hände und Füße bewahren …“ Was sollen wir mit den willigen Händen und Füßen machen?
    Mir fällt die Geschichte mit dem barmherzigen Samariter ein. Er war der einzige, der sich um den Verletzten gekümmert hat. So sollen wir leben. Zupacken wo es nötig ist. „Sich regen bringt Segen“, sagte Omi.

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