Jesus@home: Kannst Du Gedanken lesen?

Sind die Gedanken frei?

Ein Impuls von Sabine

„Ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es, Du verstehst meine Gedanken von ferne.“  (Psalm 139,17; SCHL)

Kannst Du Gedanken lesen? Nein? GOTT hat diese Fähigkeit.

Schon im Alten Testament drückt GOTT seinen Zorn über Sein Volk aus, in dem viele sich von Ihm abgewendet haben und Götzen anbeten. In Jesaja 65,7 heißt es: Den ganzen Tag habe Ich Meine Hände nach einem widerspenstigen Volk ausgestreckt, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist.

Auch Jesus kann Gedanken lesen. In den Evangelien ist mehrfach zu lesen, wie Jesus die Gedanken der Menschen um Ihn herum wahrnahm und darauf einging. Dies galt für die Pharisäer ebenso wie für die Jünger.

In Lukas 9, 46f lesen wir zum Beispiel: Es schlich sich aber der Gedanke bei ihnen ein, wer wohl der Größte unter ihnen sei. Da nun Jesus die Gedanken ihres Herzens sah, nahm Er ein Kind und stellte es neben Sich. Dann erklärte Er den Jüngern, wie Größe im himmlischen Königreich bemessen wird.

An Palmsonntag erinnern wir uns daran, wie Jesus auf einem Eselsfohlen im Triumphzug nach Jerusalem kam, bejubelt von einer großen Menschenmenge, die Ihn als König pries (vgl. Johannes 12,12-15). Wie mag es für Jesus gewesen sein, zu wissen, dass die Gedanken dieser Menschen sich schon sehr bald von Ihm abkehren, ja, sich sogar gegen Ihn wenden würden?

Die Gedanken sind frei, so heißt es in einem 250 Jahre alten deutschen Volkslied, das noch heute immer dort zitiert wird, wo Menschen von Seiten des Staates, in dem sie leben, Beschränkungen erfahren in Bezug auf das, was sie denken und leben dürfen. Die systematische Kontrolle der Menschen in China, insbesondere die der Christen, ist hierfür ein aktuelles Beispiel.

GOTT kontrolliert nicht unsere Gedanken, er hat uns Freiheit geschenkt, eine Freiheit, die tief in seiner Liebe verwurzelt ist. Gerade deshalb ist Ihm aber nicht egal, was wir denken, in Bezug auf Ihn wie auch in Bezug auf unsere Nächsten. In Jesaja 55,6-9 heißt es: Sucht den HERRN, solange Er zu finden ist, ruft Ihn an, während Er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken, und er kehre um zu dem HERRN, so wird Er sich über ihn erbarmen, und zu unserem GOTT, denn bei Ihm ist viel Vergebung. Denn Meine Gedanken sind nicht Eure Gedanken, und Eure Wege sind nicht Meine Wege, spricht der HERR, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind Meine Wege als Eure Wege und Meine Gedanken als Eure Gedanken.

Ab Vers 10 lesen wir weiter: Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst – genau so soll auch Mein Wort sein, das aus Meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu Mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was Mir gefällt, und durchführen, wozu Ich es gesandt habe!

GOTTES Wort hat Einfluss auf unsere Gedanken, es prägt sie. Doch wo finden wir dieses Wort? Die Bibel ist eine unerschöpfliche Quelle der Worte und Gedanken GOTTES, und es ist wertvoll für uns, regelmäßig darin zu lesen.

Denn siehe, der die Berge bildet und den Wind schafft und den Menschen wissen lässt, was Seine Gedanken sind, der das Morgenrot und das Dunkel macht und einherschreitet über die Höhen der Erde – HERR, GOTT der Heerscharen ist Sein Name. (Amos 4,11)

Aber Johannes gibt uns den entscheidenden Hinweis gleich zu Anfang seines Evangeliums, wo er schreibt (Johannes 1,1-4): Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei GOTT, und das Wort war GOTT. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In IHM war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Von wem spricht Johannes hier? Ja, es ist Jesus. Jesus ist das Wort seit Anbeginn der Welt. Und so verstehen wir auch die vorher zitierten Verse in Jesaja 55: Das Wort, Jesus, ist nicht leer zu GOTT zurückgekehrt, Er hat ausgerichtet, was GOTT gefällt, und durchgeführt, wozu Er gesandt wurde. In den Versen 12 und 13 von Jesaja 55 werden uns deshalb auch Verheißungen zugesprochen: Freude, Frieden, geleitet werden durch Jesus, zur Ehre GOTTES.

Jeremia schreibt (29,11): Denn Ich weiß, was für Gedanken Ich über Euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um Euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.

Ja, GOTT kennt unsere Gedanken, und Sein Geist, den Jesus uns als Tröster geschickt hat, kann uns an GOTTES Gedanken über uns erinnern. (Vgl. 1. Korinther 2,11)

Unsere Gedanken bestimmen den Kurs unseres Lebens. Vielleicht ist die Vorstellung, dass GOTT alle unsere Gedanken kennt, für manche von uns erschreckend. Doch GOTT weiß um unsere Schwächen und durch das Opfer, das Jesus für uns gebracht hat, werden wir für unsere Gedanken nicht mehr verurteilt.

Ich möchte schließen mit den Worten des Paulus aus dem Philipperbrief (4,7):

„Der Friede GOTTES, der allen Verstand übersteigt, wird Eure Herzen und Eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“

Ein Kommentar zu „Jesus@home: Kannst Du Gedanken lesen?

  1. Nein, Gedanken kann ich nicht lesen. Nur bei Personen, die ich sehr gut kenne, kann ich ihren Satz zu Ende sprechen, wenn ich es wollte oder am Gesichtsausdruck erraten, wie sie denkt über dies oder das.

    Gott weiß unsere geheimsten Wünsche, die ER manchmal erfüllt, obwohl ich nicht darum gebetet habe. Wunderbar.

    Stimmt, die Gedanken sind frei, aber ich muss mir überlegen, ob ich sie laut sagen kann. In manchen Situationen kann es wichtiger und/oder richtiger sein, zu Schweigen.

    Gott kontrolliert nicht unsere Gedanken, auch nicht unser Tun. Gott will keine Marionetten. Darum müssen wir jeden Tag darüber nachdenken, ob wir noch auf Gottes Weg sind.

    Mein Kalender gibt mir alle Tage einen Vers aus der Bibel und ein Lied. Dann lese ich das ganze Kapitel, damit ich alles besser verstehen kann. So auch Amos 4,12.

    Es heißt: Der dreieinige Gott. Gottvater, Jesus und der Heilige Geist. Alle zusammen sind Gott und doch jeder für sich. In „Die Hütte“ fragt Mack: „Wer von euch ist Gott?“ Alle drei antworten wie aus einem Mund: „Ich!“ Für uns schwer zu verstehen.

    Vor vielen Jahren in einer Bibelstunde fiel der Satz: „Gott kennt unser Herz und unsere Gedanken.“ Das war für einige unangenehm. Ich wusste es vom Kindergottesdienst.

    Bei dem Bild mit den vier Händen, gehören die zwei rechts davon Sabine?

    Danke für diesen Blog.

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