Gib mir von Deinem Öl…

Warum ich lieber mit der törichten Jungfrau vor der geschlossenen Tür stehe, als ohne sie zum Fest zu gehen.

Manchmal ist das Reich der Himmel anders, als ich es mir wünsche…

Jesus spricht ein Gleichnis: Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von Eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und Euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für Euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: HERR, HERR, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, Ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn Ihr wisst weder Tag noch Stunde. (Matthäus 25,1-13)

Gebt uns von Eurem Öl, sprechen die törichten Jungfrauen zu den klugen, denn die törichten waren nicht vorbereitet, hatten sich nicht auf eine so lange Wartezeit eingestellt. Als nun der Bräutigam endlich doch noch kommt, ist die Aufregung groß. Die törichten Jungfrauen erkennen ihren Fehler und bitten um Hilfe, was die klugen Jungfrauen ablehnen, denn das Öl, dass sie haben, reicht nicht für beide, die klugen und die törichten. Am Ende dürfen die Klugen aufs Fest, die Törichten stehen vor der verschlossenen Tür und erhalten auf ihr Klopfen eine rüde Antwort.

Ja, es gibt Menschen, denen ist nicht zu helfen, alles Öl in Deinem Gefäß würde nicht reichen, sie mit hineinzubringen auf das Fest. Es ist nicht ursächlich das Öl, das ihnen fehlt, es ist ihre eigene Dummheit, Arroganz und Ignoranz. Mit Menschen dieses Kalibers ist wirklich schwer auszukommen, es ist fast unmöglich, vernünftig mit ihnen zu reden.

Und doch würde ich mit jeder törichten Jungfrau mein Öl teilen, auch in dem Wissen, es reicht nicht für uns beide, ich verpasse das Fest. Das mag sein, aber solange wir Öl haben, stehen wir nicht in der Dunkelheit und wenn das Öl ausgeht, sind wir wenigstens nicht allein…

Ich möchte nicht in dem Wissen auf das Fest gehen, dass da draußen jemand steht, der nicht mehr hineinkann, weinend und zähneklappernd. Aber ich weiß auch, dass ich es letztendlich nicht verhindern kann.

Die törichten Jungfrauen sind Realität, daran werde ich nichts ändern können. Es ist nicht mein Öl, welches ihnen Zugang zum Fest verschafft, sie brauchen ihr eigenes. Es ist ihre Verantwortung, nicht meine.

Meine Verantwortung ist es, mit meinem Öl meine Lampe am Brennen zu halten, das Licht leuchten zu lassen, so dass es gesehen wird. So dass jeder, der dieses Licht sieht, sich auch nach dem Licht sehnt, seine eigene Lampe entzündet und für ausreichend Öl sorgt. Auf diesem Wege nehme ich möglichst viele mit zum Fest, derer die draußen stehen, werden weniger. Das wird dann meine wahre Freude auf dem Fest sein…

Öl tankt man am Besten in Gemeinschaft, wenn Du kaum noch Öl hast und niemanden, der bereit ist, mit Dir zu teilen, dann magst Du vielleicht in unserer kleinen Online-Gemeinde Jesus@home vorbeischauen…

2 Kommentare zu „Gib mir von Deinem Öl…

  1. Bei Gleichnissen kommt es auf die Kernaussage an.

    Bei den törichten und klugen Jungfrauen geht es um die Bereitschaft, zu jeder Zeit und Stunde den Bräutigam zu empfangen. Das heißt, ich muss Tag für Tag bereit sein, denn Jesus kommt unerwartet.
    Mt 25,13: „Darum wacht“ Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.“

    Erklärung in der Studien-Bebel: Mt 25,1-13:
    Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen lehrt, wie wichtig es ist, unter allen Umständen für die Wiederkunft Christi bereit zu sein, auch wenn diese später geschehen wird als erwartet. Denn wenn er wiederkommt, dann werden die Unvorbereiteten keine zweite Chance haben.

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