Hoffnung

Gedanken zur Tageslosung

David aber und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor GOTT her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten. (1. Chronik 13,8)

Der König tanzt, ganz Israel tanzt. Der Anlass? Die Bundeslade, das Heiligtum der Juden, soll in die Hauptstadt nach Jerusalem kommen.

Doch schon im nächsten Vers geschieht die Katastrophe, die Rinder, die den Wagen mit der Bundeslade ziehen, geraten ins Straucheln, Usa streckt seine Hand nach der Bundeslade aus, um sie zu stützen und stirbt. Tiefe Trauer und Furcht senkt sich über das eben noch tanzende Volk.

Wir alle erleben Zeiten der Freude, des Tanzens und Singens. Dann, völlig unvermutet und vor allem, völlig uneingeladen, bricht die Katastrophe über einen herein. Unser Gottvertrauen wird auf eine schwere Probe gestellt und nicht wenige verzweifeln, verlieren die Hoffnung, vor allem dann, wenn die Katastrophe kein Ende zu nehmen scheint, kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Und genau das ist das schlimmste, wenn wir alles verloren haben, dann noch unsere Hoffnung zu verlieren. Einige verzweifeln so sehr, dass sie allem ein Ende setzen.

Auch David setzt seinem Versuch, die Bundeslade nach Jerusalem zu bringen, ein Ende, lässt sie auf den nächstgelegenen Hof, zu Obed-Edom schaffen. Nie, so denkt David, wird er sein Ziel erreichen, steht doch scheinbar selbst GOTT gegen ihn.

Aber GOTT ist nicht gegen David, auch Er möchte die Bundeslade in Jerusalem sehen, Seiner Stadt, die Er sich erwählt hat. Nein, das Unternehmen ist nicht gescheitert, weil es gegen GOTTES Willen war, es ist gescheitert, weil es nicht so gemacht wurde, wie GOTT es vorgesehen hatte; also der Plan war gut, nur die Umsetzung war mies. Das allerdings begreift David erst Monate später.

Wenn wir alles hinschmeißen, verlieren wir alles, was in diesem Leben noch zum Leben taugt. Aber David ist aus einem anderen Holz geschnitzt, ungeachtet der Niederlage führt er sein Leben weiter, kann wieder Erfolge verzeichnen. Und er bemerkt, das Obed-Edom durch die Anwesenheit der Bundeslade auf seinem Hof von GOTT überreichlich gesegnet wird. Das will er auch, nicht nur für sich, sondern für Jerusalem und ganz Israel. Er schaut in die alten Schriften des Mose und macht sich daran, die Bundeslade diesmal so zu transportieren, wie GOTT es sich wünscht.

Und wirklich, diesmal geht alles gut, mit einem Priesterschurz bekleidet zieht David unter großen Jubel und wiederum singend und tanzend in Jerusalem ein. Der Segen, der eine Zeitlang nur Obed-Edom vorbehalten war, kann nun über ganz Israel kommen. Später, unter Davids Sohn Salomo, wird die Bundeslade dann in der Mitte des Tempels stehen, im Allerheiligsten.

Nie wäre es dazu gekommen, wenn David von seinem „Ich schaffe das niemals“ nicht abgekommen wäre, wenn er nicht nach dem Licht am Ende des Tunnels Ausschau gehalten hätte.

In dieser Welt ist nur das göttliche ewig, alles andere, was wir sehen, anfassen und fühlen können, ist zeitlich. So auch jeder Kummer, jeder Schmerz, jede Niederlage; jedes Tal hat sein Ende, jede Nacht ihren Morgen.

Solange wir die Hoffnung nicht verlieren…

David tanzte nicht allein, das ganze Volk war bei ihm. Wenn auch Du nicht allein sein willst in Deinem Glauben, mit Deinen Geschwistern tanzen und weinen möchtest, dann magst Du vielleicht in unserer kleinen Online-Gemeinde Jesus@home vorbeischauen. Wir freuen uns auf Dich!

Ein Kommentar zu „Hoffnung

  1. Davids Worte: „Ich schaffe das niemals“ um dann doch seinen Weg mit Gott zu gehen.

    Spruch des Tages:
    Ich sollte niemals denken, dass mein Wohlbefinden von den Handlungen anderer abhängt. Von diesem Denkfehler kann ich mich befreien. Ich kann lernen, mir die unermessliche, unerschöpfliche Kraft Gottes zunutze zu machen, indem ich bereit bin, mir stets der Nähe Gottes bewusst zu sein.

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