Geduld, Geduld, Geduld

Gedanken zur Tageslosung

Darum, so spricht der HERR: Wenn Du Dich zu mir hältst, so will ich Mich zu Dir halten… (Jeremia 15,19a)

Der Prophet Jeremia klagt GOTT sein Leid. Und GOTT antwortet mit unserem Tagesvers.

Zu allen Zeiten hatten die Propheten der Bibel einen schweren Stand, kaum jemand der auf sie gehört hätte. Einer der erfolgreichsten war wohl Jona, der die große Stadt Ninive bekehrte, sich aber trotz des Riesenerfolges das Leben selbst schwer machte.

Aber immer und in allen Fällen ist der tröstende GOTT bei Seinen Propheten, so wie Er heute bei Dir und mir ist. Er hat versprochen uns nie zu verlassen oder zu vergessen. Das Einzige, das passieren kann, ist, dass wir unseren GOTT verlassen und vergessen. Vielleicht, weil wir die Hoffnung verloren haben.

Das ist das Schlimmste, die Hoffnung zu verlieren, und doch gibt es Menschen, bei denen genau dies geschieht. Vielleicht bist ja sogar Du kurz davor, die Hoffnung zu verlieren, mir jedenfalls ist es mehr als einmal so gegangen.

Es ist nicht selten, dass zwischen einer Verheißung und ihrer Erfüllung Jahre, ja, manchmal Jahrzehnte liegen. Dem Abraham mit seiner Frau Sarah ist es so gegangen, die 25 Jahre auf den verheißenen Sohn gewartet haben und zwischendurch die Sache in die eigene Hand nahmen, genau wie Mose, der 80 Jahre alt war als sein Dienst begann und meinte, ihn mit 40 selbst ergreifen zu müssen. Da ist David, es liegen schwere, harte und anstrengende Jahre zwischen seiner Salbung zum König, bis er dann schließlich den Thron besteigt. Und schließlich Paulus, der, nach seiner Bekehrung, drei Jahre bei Jesus in die Schule geht, bevor er öffentlich auftritt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass für all‘ die Glaubenshelden die Jahre des Wartens nicht einfach waren, für mich waren und sind sie es nicht. Da war die Zeit meiner Psychose, in der ich 10 Jahre nur auf dem Sofa gelegen habe, oft mit dem Gedanken, dass sich nie etwas ändern wird, dass die besten Jahre vorbei sind, nichts mehr kommt. Darum lautete mein tägliches Gebet: HERR, nimm mich zu Dir!

Er hat es nicht getan, mich nicht zu sich geholt. Stattdessen zwischendrin immer wieder ein Wort der Ermutigung von Ihm, durch eine Predigt, durch einen Bibelvers, durch meine Mutter, die mir die Geste „Geduld“ in der Gehörlosensprache zeigte und immer wieder sprach: „Geduld, Geduld, Geduld“, dabei hatte sie selbst eine Engelsgeduld, war mir Vorbild und Ansporn zugleich.

Wenn Deine Welt gerade zusammengebrochen ist, wenn Du Dich in einer Warteschleife befindest, dann rufe ich Dir zu: Geduld, gib nicht auf, was Du hast, vor allem Deine Hoffnung nicht, sie ist es, die Dich am Leben erhält, die Dich GOTTES tröstende Stimme hören lässt. Vertrau GOTT, dass diese Leben nicht vorbei ist, die besten Tage noch vor Dir liegen, nicht hinter Dir. Das gilt selbst dann, wenn Du nur noch 6 Monate hast…

Ja, selbst wenn Du heute gehst, gehst Du nicht ins Nirgendwo, in irgendein Nirwana, sondern direkt in Jesu liebenden und tröstenden Arm. Aber solange das nicht geschieht, halte Ausschau nach dem Trost, den Dir Dein liebender Vater versprochen hat, hab Geduld und halte unter allen Umständen, allen Widrigkeiten und aller Verzweiflung zum Trotz an der Hoffnung fest. Sieh auf das, was Du hast, nicht auf die Dinge, die nicht gehen. Ergreife, was Du hast, wie wenig es auch sein mag; denk daran, mit wie wenig Jesus die 5.000 gespeist hat. Tu, was immer Dir vor die Hände kommt zu tun, so unscheinbar und klein es auch aussehen mag, jedes große Werk fängt klein an…

Eine große Belohnung wartet auf Dich und eine große Aufgabe, nämlich diese Welt ein ganzes Stück besser zu hinterlassen, als Du sie vorgefunden hast. Hab Geduld!

Ein Kommentar zu „Geduld, Geduld, Geduld

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