Der Fels

Gedanken zum Lehrtext

Nanu, Gedanken zum Lehrtext, nicht zur Tageslosung? Ja, manchmal muss man die Dinge neu denken, denn alte Denkweisen erleben keine neuen Wunder.

Drauf gebracht hat mich mein bester Freund, der den Neuenkirchener Kalender liest. „Immer nur altes Testament, das sagt mir gar nichts…“, war seine Aussage dazu.

Ja, die Losungen sind auch alle Altes Testament und eigentlich bin ich ja auch Neutestamentler.

So also, von nun an, der Lehrtext aus den Losungen, immer ein Stück vom Neuen Testament.

Los geht es mit einem der am meisten missverstandenen Aussprüche Jesu, der spricht nämlich zu Petrus:

Und Ich sage Dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. (Matthäus 16,18)

Nun könnte man meinen, Jesus spricht von Petrus als dem Felsen, auf den Er Seine Gemeinde bauen will, denn schließlich heißt Petrus ja übersetzt „Fels“ (na, eigentlich „Stein“, Petra ist der Fels).

Hätte Jesus auf Petrus gebaut, hätte Er auf Sand gebaut, wie bei jedem anderen Menschen auch, so auch bei Dir und bei mir. Nein, der Fels in der Bibel ist immer Jesus, der nicht nur ganz Mensch, sondern auch ganz GOTT ist, und nur in dieser Eigenschaft kann Er auch unser Fels sein. Wir, Du und ich, sind lebendige Steine im Haus des HERRN, das Fundament und der Eckstein ist aber immer Jesus.

Und das ist gleichzeitig unser Trost, dass ein GOTT, ein allmächtiger GOTT, der gleichzeitig Liebe und Gerechtigkeit ist, unser GOTT und Fels ist, unverrückbar, der Gleiche, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Und so bezieht Jesus Sein Wort vom Fels auf die Aussage von Petrus in Vers 16, nach der Jesus der Messias, der Sohn GOTTES ist.

Derselbe Freund, von dem ich eingangs sprach, buchstabiert dies gerade durch. Er befindet sich in einem Tunnel, der kein Ende zu haben scheint, an dessen Ende scheinbar kein Licht leuchtet, so dass es nicht zu erkennen ist. Und dies schon seit mehr als 10 Jahren.

Auch ich war mehr als 10 Jahre in einem Tunnel gefangen, dass er ein Ende hat, habe ich fast nicht mehr geglaubt. Aber eben nur fast. Ich bin ein Sturkopf und so habe ich mich stur an meinem Jesus festgehalten, gehofft, wo es scheinbar nichts mehr zu hoffen gibt. Meine Mutter hat damals die Hoffnung geteilt und für mich unermüdlich gebetet, genau wie sie es heute noch tut.

So bete auch ich für meinen Freund, mit der gleichen Sturheit von damals, dass seine Hoffnung nicht verloren geht, dass sie belohnt wird. Und mein Freund betet für mich…

Wir tun dies in der Gewissheit, dass kein Gebet verloren geht oder ungehört bleibt, Jesus bringt sie alle vor den Thron des Vaters, auch Er betet für uns, tritt für uns ein.

Jesus ist der Fels, der Fels unserer Hoffnung…

Ein Kommentar zu „Der Fels

  1. Ich bin voller Fehler. Wenn ich nähe, muss ich auftrennen, immer, wenn ich sticke oder stricke, mache ich Fehler und muss es wieder aufmachen, immer. Was ich auch in die Hand nehme, geht erst einmal daneben.

    Für mich sind Petrus, David, Salomo, Mose … uvm, alle diese großen, bedeutenden Männer, die nicht ohne Fehler waren, ein Geschenk.

    Wenn so große Leute Fehler machen dürfen und Gott nimmt sie trotzdem an, dann muss ich nicht perfekt sein. Ich werde trotzdem von Gott geliebt. Für mich ein großer Trost.

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