Gelebte Hoffnung

Gedanken zum Lehrtext

Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? (Römer 8,24)

Wir, die wir Jesus vertrauen, sind gerettet, soviel steht fest! Aber auf Hoffnung hin? Und wenn ich die Hoffnung verliere, verliere ich dann auch die Rettung?

Ich glaube nicht, dass, wenn wir die Hoffnung verlieren, wir auch unsere Rettung verlieren, aber das Leben. Nicht das ewige Leben, wohl aber das Leben im Hier und Jetzt, das Leben in Fülle, welches Jesus uns versprochen hat. Ich glaube, wenn wir die Hoffnung verlieren, verlieren wir alles, was dieses Leben ausmacht, was es wert macht, es zu leben. Darum: Was immer Du auch verloren hast, verliere die Hoffnung nicht!

Ich kenne nicht nur einige hoffnungslose Menschen, ich kenne sie auch an mir: Die Zeiten der Hoffnungslosigkeit. Ich nenne sie meine Depri-Phase, und es ist zum Glück immer nur eine Phase, meist ein oder zwei Tage.

Es ist dann jedes Mal ein Kampf, ein Kampf der Gedanken in mir. Da sind die schlechten, depressiven, hoffnungslosen Gedanken, die mich beherrschen wollen. Und solange ich das zulasse, den Kampf nicht aufnehme, tun sie das auch.

Aber dann kommt der Moment, wo ich sage: Stop! Bis hierhin und nicht weiter! Ich entscheide, welchen Gedanken ich nachhänge. Denn da sind auch die Worte und Taten der Zuversicht und der Hoffnung, die von GOTT kommen, wie Er sich z.B. in der Vergangenheit schon bewiesen hat, welch große Dinge Er an mir getan hat, wie oft bewahrt und versorgt. Da sind die liebevollen Worte, die Er spricht: Ich hab Dich lieb! Bedingungslos! Du bist mein Kind, ein Königskind! Ich werde Dich niemals verlassen oder vergessen! Ich bin allezeit bei und mit Dir, wohin oder wodurch Du auch gehst!

Dann raffe ich mich auf, werde aktiv, kreativ. Nichts vertreibt böse Gedanken besser, als sich zu bewegen und dabei kreativ zu werden. Denn das Leben unserer Kreativität ist gelebter Gottesdienst, denn Er ist es schließlich, der sie in uns hinein gelegt hat, aus gutem Grund.

Das fängt dann z.B. damit an, dass Du Dir eine Tasse Tee oder Kaffee kochst. So sitze ich hier mit meinem Kaffee an meinem Laptop und schreibe an diesem Blog. Und, obwohl der Schluss noch fehlt, geht es mir schon ein ganzes Stück besser…

GOTT hat in jeden von uns ganz eigene Gaben hineingelegt, leben wir diese Gaben aus, leben wir in GOTTES Sinne, in Seinem Willen. Und da gibt es nichts, was uns besseres widerfahren könnte, als zu tun, wofür man geschaffen wurde. Für Dich nicht und auch für Deinen Nächsten nicht. Wir verändern die Welt durch unser Tun, und in diesem Prozess verändern wir uns selbst.

Genau so hinterlassen wir diese Welt ein ganzes Stück besser, als wir sie vorgefunden haben…

Ein Kommentar zu „Gelebte Hoffnung

  1. Das Leben besteht aus hohen Bergen und tiefen Tälern. Sind wir auf der höchsten Spitze des Berges, dann sollten wir uns glücklich schätzen und diese Erinnerung in unserem Gedächtnis speichern. Sie wird, wenn wir im tiefen Tal sind, unsere Hoffnung nähren und festigen. Denn aus jedem Tal heraus, kann es nur Bergauf gehen.

    Kreativ sein, ist eine gute Lösung. Es lenkt die Gedanken weg von mir, hin zu den Dingen die ich tuen will.
    Ich bin hörgeschädigt, darum habe ich kein Telefon. Als die Pandemie kam, war ich plötzlich ohne Kontakte. Aber es gab hier keine Ausgangssperre. Darüber war und bin ich sehr dankbar. So konnte ich mit meinem Fotoapparat die Gegend um mich herum entdecken. Z. B. In unserer Stadt hat eine Künstlerin an manchen Häusern, in Bodennähe, verschiedene Katzen gemalt. Sehr hübsch anzusehen.

    Es gab auch keinen Gottesdienst mehr. Doch meine Gemeinde hat mir per E-Mail Lesegottesdienste gesendet. Einfach wunderbar.

    Und noch eine Freude: Mein Sohn schickt mir seine Blogs. Das festigt unsere Beziehung und ist ein großes Plus für uns.
    Mir hilft es zudem, dass meine grauen Zellen in Bewegung bleiben, wenn ich seine Blogs kommentiere.

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