Das selbe Holz

Gedanken zum Lehrtext

So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rechnet sich große Dinge zu. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet’s an! Auch die Zunge ist ein Feuer. Eine Welt voll Ungerechtigkeit ist die Zunge unter unsern Gliedern: Sie befleckt den ganzen Leib und setzt das ganze Leben in Brand und ist selbst von der Hölle entzündet. (Jakobus 3,5f)

Oha, Jakobus, da wirst Du ja richtig deutlich. Ich mag das, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, ohne sie zu beschönigen, sie in Zuckerguss einzuhüllen. Es ist wie es ist.

Und ich denke, jeder von uns hat die Erfahrung gemacht, die Jakobus hier beschreibt, entweder als Opfer oder als Täter. Aber eigentlich sind wir doch mal der eine, mal der andere, oder?

Ein paar Verse weiter, in Vers 11, stellt Jakobus die Frage, ob aus einer Quelle denn sowohl süßes als auch bitteres Wasser kommen kann?

Ich weiß, er verneint die Frage, sie ist wohl auch rhetorisch gemeint. Ich für meinen Teil kann die Frage aber nur bejahen: Ja, aus meinem Mund, von meinen Händen und Füßen kommen sowohl gute als auch böse Dinge. Dieselbe Quelle, mal so, mal so, mal süß, mal bitter…

Geht es Dir auch so? Einen Moment, in dem Du Dich hochheilig fühlst, im nächsten der tiefe Fall?

Deshalb, weil es bei Dir wahrscheinlich genauso ist, deshalb ist Jesus gekommen und hat das Kreuz  auf sich genommen. Weil niemand von sich aus heilig ist, wir alle brauchen die Vergebung, jeden Tag.

Es ist schon so: Die größten Sünder und die größten Heiligen sind aus demselben Holz geschnitzt!

Obwohl dem so ist, so ist Jesu Tod am Kreuz, am Holz, immer größer; immer größer als der größte Sünder, aber auch als der größte Heilige. Denn nur Einer ist gut und heilig: Unser Jesus, unser GOTT!

So können wir mit dem größten Bockmist zu Jesus kommen, er vergibt uns gerne und sofort, diese Vergebung macht uns zu Heiligen, die, zugegebener Maßen, immer wieder mal Bockmist anstellen. Aber Jesus wir nicht müde uns zu vergeben, uns in Sein Ebenbild zu verwandeln und uns Sein Leben zu schenken.

Tragen wir dann die Botschaft der Vergebung weiter, empfängt auch unser Nächster das Leben, das Jesus jeden von uns versprochen hat. Genau so wird unsere Welt, unser Leben und das unseres Nächsten ein ganzes Stück besser, als es gestern noch wahr…

Ein Kommentar zu „Das selbe Holz

  1. Wie tröstend. Da heißt es in Jak 3, 17 + 18:
    Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig; sie lässt sich sagen, ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.
    Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.

    Auf, lasst uns dem nacheifern, so gut wie wir können!

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