Ein offener Brief an Paulus

Gedanken zum Lehrtext

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass… (1. Thessalonicher 5,16f)

Oh, Mann, Paulus, da erwischt Du mich in einer Zeit, in der ich gar nicht fröhlich bin, wo die Welt nicht bunt, sondern grau in grau ist. Und das Beten? Es fällt mir so schwer, kaum 5 Minuten kann ich mich konzentrieren…

Und dann noch der Hammer in Vers 18: …seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille GOTTES in Christus Jesus für Euch.

Ja, ich weiß, Du hast selbst im Gefängnis Deine Dankgebete gesprochen und einige Deiner tollen Briefe eben dort geschrieben; ich kann mir gut vorstellen, wie Du dabei vor Dich hin gesummt hast.

Wie hast Du das gemacht, Paulus?

Eine Ahnung davon bekomme ich, während ich hier, um 3.00 Uhr morgens, an meinem eigenen Brief, meinem Blog sitze. Es tut gut, die Bibel aufzuschlagen und sich mit GOTTES Wort auseinander zu setzten. Du, lieber Paulus, hattest es ja im Kopf, kanntest es auswendig. Ich muss alles nachschlagen, brauche oft eine Konkordanz, weil ich mich weder an Kapitel- noch Versnummer erinnern kann.

Aber das tut der Sache keinen Abbruch, wir beide haben den Heiligen Geist, der uns an alles erinnert, was Jesus getan und gelehrt hat. Er hat Dir gesagt, dass Du um Jesu Namen viel leiden musst, so wie Jesus selbst gelitten hat. Und so, mein Freund, leide auch ich…

Kein Mensch leidet freiwillig, oder doch? Hast Du Dein Leid, das Gefängnis, die Geißelungen und Stockschläge, die Schiffbrüche und die Steinigung mit Freuden ertragen? Und vor allem, für mich das schlimmste, wie hast Du all‘ die Ablehnung ertragen, gerade von denen, für die Du doch nur das Beste wolltest?

Nein, mein Freund Paulus, wir sind definitiv nicht aus dem gleichen Holz geschnitzt…

Aber es ist der gleiche Geist, der gleiche HERR Jesus, der in uns wohnt, und mit unserem GOTT können wir über Mauern springen, auch wenn Deine Mauern ganz anders waren und bestimmt ein ganzes Stück höher als die meinen.

Du bist mir Vorbild, Ansporn und Inspiration. Wenn ich mir eine biblische Gestalt aussuchen könnte, die ich gerne wäre, dann wäre das Timotheus, den Du liebevoll Deinen Sohn genannt hast und dem Du ein wunderbarer Vater und Mentor warst. Das wünsche ich mir auch, für mein Leben…

Ich stelle mir gerade vor, wie ich denn eines Tages im Himmel ankomme und Du mich Deinen Sohn nennst. Ja, ich weiß, ich bin GOTTES Kind, aber aus Deinem Mund wäre es noch einmal etwas Besonderes…

Und so, lieber Paulus, spreche ich auch, wie Du, mein Dankgebet:

Danke, lieber Jesus, mein Freund und Bruder, dass Du allezeit bei mir bist, mich allezeit verstehst, siehst und hörst, auch wenn mir weder nach danken oder beten ist. Deine Freude hast Du mir versprochen und dafür danke ich Dir, denn ich werde wieder fröhlich sein…

So ist es, so sei es: Amen!

Ein Kommentar zu „Ein offener Brief an Paulus

  1. Joh 14, 27 Jesus sagt: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“

    Diesen Frieden schenkt uns Gott, wenn wir nach seinen Geboten handeln. Dann werden wir froh und gelassen. Es ist ein wunderbares Geschenk.

    Es tut wirklich gut, die Bibel aufzuschlagen und zu lesen. Mir tut es auch gut, wenn ich mich für alles bei IHM bedanke, für jeden kleinen Schritt, den ich mache. So bin ich ständig mit Gott verbunden. Das macht mein Herz fröhlich.

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