Wie ich Dir, so Du mir…

Gedanken zum Lehrtext

Jesus spricht: Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch! (Lukas 6,31)

Im Deutschen haben wir das Sprichwort: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füge auch keinem anderen zu!“.

Interessant ist, dass Jesus Aussage unser deutsches Sprichwort, obwohl sie sich zu ähneln scheinen, auf den Kopf stellt. Während unser deutsches Sprichwort im Passiv verharrt, fordert Jesus uns auf, aktiv zu werden: so tut ihnen auch!, spricht Er.

Ich glaube, es ist kein deutsches Phänomen, dass wir lieber passiv bleiben, ich denke, es trifft die Kirche weltweit. Die meisten von uns haben es sich bequem gemacht auf ihrem Sofa, in ihren kleinen, schnuckligen Häusern, abgeschirmt von dem da draußen, beschäftigt höchstens mit dem eigenen Drama.

Glaube, und damit auch die Liebe, sind aber per Definition niemals passiv. Zeige mir Deinen Glauben ohne die Werke, fordert uns Jakobus in seinem Brief heraus (2,18). Entgegen landläufiger Meinung kann man Liebe, und damit auch den Glauben, eben doch beweisen, sie werden an ihren Taten erkannt.

GOTT hat von Beginn der Welt Seine Liebe zu uns, Seinen Menschen, durch Taten bewiesen. Als die Zeit erfüllt war, wurde GOTT, in der Gestalt Seines Sohnes Jesus, Mensch und brachte das höchste, ultimative und endgültige Opfer: Er, der sündlos war, von keiner Schuld wusste, gab Sein Leben für uns, damit wir leben können, frei von aller Schuld…

Und so fordert uns Jesus heraus, aktiv zu werden.

Wie denn? Was soll ich tun?, fragst Du…

Alles beginnt im Gehorsam. Im Gehorsam übergeben wir Jesus unser Leben, nicht mehr wir leben, sondern Jesus in uns. Dann werden wir achtsam, auf die kleine, leise Stimme des Heiligen Geistes in unserem Inneren und tun, was sie uns sagt. Tun ist hier das Zauberwort, denn Glaube und Liebe ohne Werke sind tot.

Das werden zu Anfang ganz kleine Dinge sein, wie z.B. jemanden ermutigen, durch einen Anruf, eine liebe Karte oder eMail. Das kann der Zehner sein, den ich einem Obdachlosen zustecke, oder einfach die Zeit, die ich mir nehme, ihm zuzuhören.

Da sind wir schon bei den nächsten Zauberworten: Zuhören und hinsehen!

Liebe Doro, ich weiß Du bist blind; liebe Mutti, ich weiß Du bist hörgeschädigt, aber dafür seht und hört Ihr mit dem Herzen gut!

Vieles von dem, was Jesus uns zu tun heißt, ergibt sich aus dem was wir hören und sehen, wir müssen nur die Ohren und die Augen aufmachen und unser Herz…

Mein Freund Jesus, ich vertraue Dir, ich vertraue Dir mein Leben an, meine Zeit, meine Ressourcen; verfüge über sie, wie es Dir gefällt. Öffne mir Augen und Ohren für die Not, der Du durch meine Hände, meine Füße, meine Lippen begegnen willst. Mach mich sensibel und verwandle mein hartes Herz, damit Du und ich diese Welt ein ganzes Stück besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe…

So ist es, so sei es: Amen!

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