Geben, um gesegnet zu werden?

Oder: Geben, weil ich gesegnet bin?

…im Gedenken an das Wort des HERRN Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. (Apostelgeschichte 20,35b)

Viel wird in unserer Zeit über das Geben gesprochen, auch in der Kirche, in der Gemeinde.

Hier wird das Gesetz des Zehnten verkündet, also das man den 10. Teil seines Einkommens an GOTT gibt. Dies ist aber nicht nur ein alttestamentliches Gesetz, Jesus selbst bestätigt, dass man den Zehnten geben sollte (Matthäus 23,23).

Aber, wie so oft eigentlich im Leben, ist es, wenn zwei das Gleiche tun, noch lange nicht dasselbe.

Denn, es ist nicht entscheidend, wie und in welcher Form, z.B. vom Brutto oder Netto, ich gebe, sondern es kommt auf mein Herz an.

Gebe ich, um selbst gesegnet zu werden?

Ja, es ist richtig, GOTT verspricht denen seinen Segen, die den Zehnten geben, Er fordert uns im Buch Maleachi sogar auf, Ihn damit zu prüfen (Maleachi 3,10).

Wenn ich aber gebe, um selbst zu empfangen, tappe ich in die Falle des Gesetzes. Ich tue etwas, damit GOTT das Seine tut und untergrabe damit Seine Souveränität. Ich handle nicht mehr aus dem Herzen heraus, sondern aus dem Gesetz. Die aber, die aus des Gesetzes Werken leben, die sind, wie Paulus feststellt, unter dem Fluch (Galater 3,10a). Warum? Weil: Verflucht sei, wer nicht ALLE Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! (5. Mose 26,27a)

Stelle ich mich unter das Gesetz, bin ich verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten, verstoße ich nur gegen ein einziges Gebot, bin ich am ganzen Gesetz schuldig geworden, so stellt es Jakobus fest, der Bruder des HERRN (Jakobus 2,10).

Nun ist aber kein Mensch in der Lage, das ganze Gesetz zu halten, übertrete ich es aber, ist die Strafe der Tod, das ist der Fluch.

Jetzt aber ist Jesus, wie Paulus feststellt, des Gesetzes Ende (Römer 10,4). Nun gebe ich also nicht, um gesegnet zu werden, sondern weil ich gesegnet bin, der HERR segnet mich, egal, wo und wer ich bin oder was ich tue. Für Jesus zählt nicht, was ich tue, sondern warum ich es tue; Er schaut nicht auf meine Hände, sondern auf mein Herz. Das Geben ist also ein Gehorsamsschritt, kein Wunschautomat.

Bin ich aber gehorsam, erhalte ich den Segen, den Jesus mir versprochen hat, nicht den aus Werken des Gesetzes, sondern aus Gnade.

Dabei soll der Segen, den ich empfange, nicht mir dienen, sondern meinem Nächsten. Wie ein Gefäß empfange ich den Segen GOTTES und schütte ihn über meine Geschwister aus. Ich bin praktisch eine Gießkanne, die GOTT mit Seinem Segenswasser füllt, damit ich es über die Blumen Seines Gartens verteile. Jakobus stellt fest, dass wir nichts empfangen, weil wir für uns selbst bitten (Jakobus 4,3). Bitte ich aber für meinen Nächsten, stelle ich mich als Gefäß zur Verfügung, werde ich mehr als reichlich empfangen und zum Segen für meinen Nächsten werden.

Gibt es etwas schöneres, als ein Segen für andere zu sein? Es ist GOTTES liebstes Hobby, für Dich zum Segen zu werden; vielleicht wird es Deins, selbst zum Segen zu werden und damit diese Welt ein ganzes Stück besser zu hinterlassen als Du sie vorgefunden hast…

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