Ich bin anders…

Gedanken zum Lehrtext

Durch Seine [Jesu] Wunden seid Ihr heil geworden. (1. Petrus 2,24b)

Dies ist es, was wir im Abendmahl, im Brotbrechen feiern. Jesus, das Brot des Lebens, wurde für uns gebrochen, damit wir durch Seine Striemen und Wunden Heilung erfahren.

Ja, sagst Du, aber ich bin immer noch krank, leide Schmerzen und ein geliebter Mensch von mir ist an Krebs gestorben; wie passt das zusammen? Werde ich bestraft? Möchte GOTT, dass ich krank bin, oder anders: Warum macht Er mich nicht gesund, wenn es doch nur ein Wort von Ihm bedarf?

Vor mehr als 20 Jahren habe ich meine Psychose bekommen, lag 18 Monate in verschiedenen Krankenhäusern und habe 10 Jahre gebraucht, mich halbwegs davon zu erholen. Schmerzen hatte ich keine, aber geistig habe ich gelitten.

Gleichzeitig hat GOTT die 10 Jahre benutzt, mich zu lehren, um mich wachsen und reifen zu lassen. Ich könnte diesen Blog, mit seinen mittlerweile mehr als 200 Artikeln, nicht schreiben, hätte es nicht die Psychose und die anschließenden 10 Jahre gegeben. Die Fragen so vieler Menschen könnte ich nicht verstehen, wenn ich nicht gelitten hätte. Mein Herz wurde heil…

Dies ist, denke ich, GOTTES vorrangiges Anliegen, dass unser Herz in Ordnung kommt.

Wenn wir uns ein offenes, Jesus zugewandtes Herz bewahren, dann kann es am Leid wachsen. Das Leid ist dann keine Strafe mehr, sondern ein von Satan eingesetztes Mittel, das GOTT gebraucht, um uns wachsen und reifen zu lassen. So ist das Leid nicht verschwendet, und ich bitte Dich eindringlich: Verschwende Dein Leid nicht. Denn dies ist es, welches Dich formt, zu dem Menschen macht, den Jesus in Dir sieht…

Denn nutzen wir das Leid und den Schmerz, werden wir Sphären einer Gottesnähe erreichen, die die niemals erreichen werden, die ihr Leid wegdiskutieren, vor sich und anderen und ihrem GOTT; leider haben diese Menschen dann meist nichts Besseres zu tun, als uns „kluge“ Ratschläge zu geben. Nein, danke, da wähle ich doch lieber ersteres…

In den 10 Jahren meiner Psychose habe ich meine Grenzen kennengelernt, und vor allem gelernt, sie zu respektieren. Aber ich habe auch gelernt, dass auf meiner Seite des Zaunes genügend grünes Gras vorhanden ist, für mich und meinen Nächsten. Ich musss nicht gewaltsam Zäune einreißen, die ich nicht einreißen soll, um an das vermeintlich noch grünere Gras auf der anderen Seite zu kommen; hier, auf meiner Seite, ist die Fülle. Und ich erlebe immer wieder, wie GOTT Türen im Zaun öffnet, die meine Grenzen, mein Land erweitern. Diese Gelegenheiten will ich nutzen, bis ich im Gelobten Land ankomme…

Wir alle sind auf dem Weg; und Heilung ist meist ein langsamer, schmerzvoller Prozess, ein steiler Weg, dornig und steinig. Aber ein Weg, der sich auf jeden Fall lohnt, 1.000 Mal mehr, als der breite Weg, den alle gehen…

Wir aber gehen nicht den Weg, den allen gehen, denn Du und ich sind doch was Besonderes, oder?

Wenn Du leidest und nicht weißt, wohin mit Deinem  Leid, dann schreib uns, gerne würden wir von Dir hören und für Dich beten…

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