Ungerecht!

Gedanken zum Lehrtext

Die Nacht ist fast vorüber; der Tag der Erlösung kommt bald. Deshalb lebt nicht in der Finsternis mit ihren bösen Taten, sondern greift zu den Waffen des Lichts! Unser Leben soll vorbildlich und ehrlich sein, damit es vor den Augen anderer Anerkennung findet. Wir wollen nicht an ausschweifenden Festen und Trinkgelagen teilnehmen, keinen Ehebruch begehen, nicht in sexueller Zügellosigkeit leben und uns auch nicht auf Streit und Eifersucht einlassen. (Römer 13,12f; NLB)

Ja, noch leben wir in der Nacht, in dieser bösen Welt mit all‘ ihren Ungerechtigkeiten und bösen Taten. Wir aber, so führt es Paulus in unserem Vers aus, sollen uns daran nicht beteiligen; ganz im Gegenteil: Warum ertragt Ihr das Unrecht nicht einfach und belasst es dabei? Warum lasst Ihr Euch nicht lieber übervorteilen?, so in 1. Korinther 6,7b (NLB).

Leben wir auch in der Nacht, ertragen Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit, so haben wir doch ein Licht, unseren HERRN Jesus Christus. Er ist das Licht der Welt, das auch in die tiefste Dunkelheit hineinscheint. Und Er hat versprochen, dass Er wiederkommt und uns zu Sich holt, ja, der Tag der Erlösung kommt bald!

Bis Er kommt, so Paulus weiter, soll unser Leben vorbildlich und ehrlich sein. – Oha, Paulus, Du hast aber Ansprüche. Jeden Tag merke ich, wie ich Fehler mache, eben kein Vorbild bin und auch nicht immer ganz ehrlich…

„Ich weiß“, sagt Jesus, und Paulus steht daneben und schmunzelt; denn auch er hatte seinen Pfahl im Fleisch, der nicht unbedingt ein körperliches Leiden gewesen sein muss, sondern auch etwas sein kann, was man als Christ im Allgemeinen nicht tut…

Wie auch immer, wir alle leben mit unserer sündigen Natur, mit unseren Sehnsüchten und Begierden, mit Neid, Missgunst und Eifersucht, kurz: Mit dem alten Menschen, der doch eigentlich in der Taufe ersäuft sein sollte; „Ja, aber…“, so der alte Luther: „Dat Aas kann schwimmen!“. Und wie er schwimmen kann, wie ein Weltmeister!

Aber Jesus ist der Bademeister, jeder Schwimmer ist Ihm wohlbekannt und von Ihm in unendlicher und bindungsloser Liebe geliebt! Aber ernsthaft, genau dafür ist Jesus ans Kreuz gegangen und am dritten Tage wieder auferstanden: Für all‘ den Bockmist, den ich heute, obwohl Christ, angestellt habe und bis zur Nacht noch sicherlich anstellen werde. Uns ist vergeben, mit nichts können wir Jesus überraschen oder enttäuschen, denn Er täuscht sich nicht in uns. Nichts können wir tun, dass Er uns weniger lieb hat oder gar erbarmungslos straft. Nein, Er ist die Liebe und vergibt uns jeden Tag auf Neue, wenn wir nur zu Ihm umkehren…

Diese Umkehr nennt die Bibel „Buße“, ich weiß, ein etwas aus der Mode gekommenes Wort, das ich aber doch nicht der Vergessenheit preisgeben will. Es bedeutet nichts anderes, als eine 180° Kehre zu machen, weg von meinen bösen Taten, dem Weg dieser Welt, hin zu Jesus. Ihm offen und ehrlich meine Sünde zu bekennen und zu besprechen, wie es nun weitergehen kann, Ihn zu bitten, mir zu helfen, die Konsequenzen zu tragen.

Niemals wird es auf diese Ehrlichkeit, diese Buße eine negative Antwort geben, die Antwort ist immer Liebe und Vergebung.

Ja, GOTTES Gnade ist ein Skandal, unverschämt, fast schon eine Ungerechtigkeit, begnadigt sie doch jeden Sünder, der zu Ihm umkehrt; und doch ist der Gerechtigkeit Genüge getan, durch Jesus Christus, GOTTES Sohn.

Schaffe in mir, GOTT, ein reines Herz
und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht,
und nimm Deinen Heiligen Geist nicht von mir.

Erfreue mich wieder mit Deiner Hilfe,
und mit einem willigen Geist rüste mich aus. (Psalm 51,12-14)

So ist es, so sei es: Amen!

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