Von Steinewerfern und Sprücheklopfern

Es gibt nur den Einen, der sündlos ist…

Vom Umgang mit Fehlern, den eigenen und denen der anderen

Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein… (Johannes 8,7b)

Schon mal auf Deine Fehler angesprochen worden? Vielleicht von Deinem Chef, der Dir Dein Missgeschick nicht vergeben will? Vielleicht von Deiner Frau, die enttäuscht darüber ist, dass Du den Müll immer noch nicht herausgebracht hast?

Oh, wir sind so gut, die Fehler im anderen zu sehen.

Es stimmt ja, jeder von uns hat mindestens einen schwarzen Fleck auf seiner weißen Weste. Und ich schreibe ganz bewusst jeder, denn wirklich jeder von uns, ohne Ausnahme, hat seine dunklen Seiten. Selbst wenn wir Jesus so treu wie möglich nachfolgen, gibt es immer den Punkt, an dem wir es nicht tun. Trotz dieser Tatsache halten sich 80% der Christen für gute Menschen und meinen auf Grund dieser eingebildeten Tatsache über anderer Leute Fehler richten zu können. Sie beurteilen den ganzen Menschen nach diesem Fehler, obwohl er nur einen kleinen Teil ihres Lebens ausmacht.

Das Mittel der Wahl gegen diese „guten“ Christen: Radikale Ehrlichkeit. Ja, ich stehe zu meinen schwarzen Flecken, diskutiere sie nicht weg oder entschuldige sie; ich bin ehrlich: Mir gegenüber, den Menschen gegenüber und GOTT gegenüber. Denn Lügen, auch sich selbst zu belügen, Ausreden zu finden, ist auch ein schwarzer Fleck.

Sind wir aber ehrlich, dann erlauben wir auch Jesus ehrlich zu uns zu sein. Und das ist Er dann auch, was sich manchmal ein wenig schonungslos anfühlt.

Dabei müssen wir uns gewiss sein, dass GOTT kein Mensch ist, der uns nach unseren Fehlern beurteilt. Das hat Er nie getan und wird Er nie tun. Es geht immer um unsere Ehrlichkeit und unsere Bereitschaft, Korrektur anzunehmen. Wie bei David, der Ehebruch und Mord beging, als aber der Prophet Nathan ihn darauf aufmerksam machte, zutiefst bereute und zu seinem GOTT zurückkehrte. Dieser David, dieser Ehebrecher und Mörder, wird von GOTT „ein Mann nach Meinem Herzen“ genannt (Apostelgeschichte 13,22b).

Es bleibt also festzuhalten: Jeder von uns hat seine dunklen Seiten, Dinge, Taten und Worte, die nicht mit GOTTES Willen übereinstimmen. Dies disqualifiziert uns aber nicht als Christen, wenn wir nur ehrlich sind und uns verändern lassen. Diese Veränderung wird in diesem Leben sicherlich nicht abgeschlossen; ich möchte am letzten Tag meines Lebens noch dazulernen, mich verändern und verändern lassen.

Weiß ich mich aber von Jesus angenommen und geliebt, so wie ich bin, kann ich den Sprücheklopfern ganz anders entgegentreten. Aber ich weiß auch, Jesus liebt mich zu sehr, um mir zu erlauben, zu bleiben wie ich bin…

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