Weinselig

Gedanken zum Lehrtext

Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Wer in Mir bleibt und Ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne Mich könnt Ihr nichts tun. (Johannes 15,5)

Israel, zur Zeit Jesu, war eine Agrargesellschaft. Und so wundert es nicht, dass Jesus viele Bilder aus dem bäuerlichen Umfeld gebraucht. Der Weinanbau im alten Israel hatte dabei eine besondere Stellung inne. Der Wein steht für den Wohlstand und Segen, den uns unser GOTT schenkt. Nicht von ungefähr war das erste Wunder oder Zeichen, welches Jesus tat, Wasser in Wein zu verwandeln.

Hier spricht Er nun davon, dass Er selbst der Weinstock ist, der Vater, GOTT, so in Vers 1, ist der Weingärtner. Beide haben ein Interesse daran, dass viel Frucht entsteht.

Für uns, als die Reben, gibt es nur einen Weg, wie wir diesen Auftrag, Frucht zu bringen, erfüllen können: Wir müssen mit dem Weinstock, mit Jesus verbunden bleiben. Solange dies gegeben ist, ist die Frucht eine natürliche Folge. Wir, als die Reben, müssen uns nicht sonderlich anstrengen, Frucht zu bringen, solange wir mit Jesus verbunden bleiben. Mehr ist nicht gefordert, der Rest geht seinen natürlichen Gang…

Dabei geht es nicht nur darum, auf Jesus zu hören, Ihm zuzuhören, sondern auch zu tun, was Er uns sagt. Denn nur der Mann, der die Worte hört und tut, ist ein kluger Mann. Wer die Worte hört ohne zu tun, den nennt Jesus, je nach Übersetzung, töricht, unvernünftig und dumm (vgl. Matthäus 7,24-27).

Erst in unserem Tun entfaltet sich die Kraft Jesu, mit unserem Tun verändern wir die Welt und indem wir tun, verändern wir uns selbst: Wir wachsen, werden stärker, werden zu wahren Tätern des Wortes. Jesu Geist und unsere Hände und Füße können diese Welt in Brand setzten, das unterste nach oben kehren, sie buchstäblich auf den Kopf stellen. Die ersten Christen haben durch ihr Tun das grausame und barbarische Römische Reich zu Fall gebracht und genau diese Kraft ist heute noch in jedem Christen wirksam, wenn er denn vom Sofa aufstehen würde und anstatt zu hören und noch mehr zu reden, einfach nur tun würde, was Jesus von ihm möchte…

Dabei müssen wir ganz fest darauf achten, immer ganz eng mit Jesus verbunden zu bleiben. Denn alles Tun aus eigener Anstrengung, alles menschliche Tun, ist vergebliche Liebesmüh, hat keinen Ewigkeitswert und wird im Feuer verbrennen.

Wie bleibe ich nun mit Jesus verbunden?

Hier ist ein aufmerksames und vor allem offenes Zuhören erforderlich. Denn Jesus spricht oftmals auf eine Art und Weise, durch unerwartete Personen, Dinge und Umstände zu uns, die wir im ersten Moment so gar nicht vermuten würden. Wir dürfen unseren GOTT nicht eingrenzen in der Art und Weise, wie Er zu uns sprechen möchte und vergiss es nicht: GOTT zu sagen, was er zu tun hat, ist kein Gebet!

Werden wir dann Täter des Gehörten, wird auch unser Gehör immer besser und die Frucht immer reicher…

Dies wünsche ich mir, für Dich und für mich!

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