Dornröschen

Ich bin doch keine Jungfrau, oder?

Denn ich eifere um Euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe Euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte. (2. Korinther 11,2)

Es kam beim letzten Mal die Frage auf, warum uns Jesus als Jungfrau in Nöten sieht. Ich habe mit dem Märchen von Dornröschen geantwortet:

Die Prinzessin, die Jungfrau in Nöten, bist Du. Die Hexe, Satan, hat die Spindel vergiftet, damit Du Dich an der Sünde stichst und daran stirbst. Der Prinz, Jesus, ist gekommen, um Dich wieder in das Leben zurückzuholen. Er ist der Held, auch wenn Dein Name über dem Märchen steht…

Aber auch an unserem Eingangsvers sehen wir, dass Paulus uns als Jungfrau oder Braut sieht, wir sind die Braut Christi, egal, ob Mann oder Frau.

Dieses Bild ist nicht neu, schon im Alten Testament gebraucht GOTT das Bild der Jungfrau oder Braut für Sein Volk, die Kinder Israels. Aber anders als Dornröschen sind die Kinder Israels nicht in Unschuld zu Tode gekommen. Sie haben Hurerei getrieben, ihren GOTT verlassen und sind den Götzen fremder Völker nachgelaufen.

Seit diesen Zeiten hat sich bis heute nicht viel daran geändert. Wir, die wir die keusche Jungfrau sein sollten, schauen andern Männern, anderen Götzen nach. Ich auf jeden Fall, und Du ganz bestimmt auch. Wenn Du anderer Meinung sein solltest, dann mache ich mir ernsthaft Sorgen um Dich, denn dann siehst Du Dich selbst als Held und musst Dich, wie einst der Baron Münchhausen, am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Der größte Götze unserer Zeit ist der Mammon, das Geld. Aber das war auch schon zu Jesu Zeiten so, denn nicht umsonst spricht Jesus in den Evangelien mehr über Geld als übers Gebet…

Geld, per se, ist kein Götze, wird aber ganz schnell zu einem, wenn wir nicht richtig damit umgehen. Wie heißt es so schön: Geld ist ein guter Diener, aber ein furchterregender Herrscher. Die Frage ist also: Beherrsche ich das Geld, oder beherrscht das Geld mich? Glaube ich der Eigentümer meines Besitzes zu sein, oder sehe ich mich als treuen Verwalter?

Paulus drückt es in 1. Korinther 6,12  so aus: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

In dem Moment, wo etwas anderes als Jesus Macht über mich hat, habe ich schon meine Keuschheit verloren.

Das könnte diejenigen unter uns, die, wie ich, unter Süchten leiden, in die Verzweiflung treiben, denn die Sucht herrscht über uns.

Könnte. Muss aber nicht. Denn zwischen Sucht und Verzweiflung und unserem lieben Vater steht das Kreuz. Hier kommt unser Held Jesus, der Sein Leben geopfert hat, damit wir leben können; ein Leben in Fülle, zur vollen Genüge und im Überfluss, ganz wie Er es versprochen hat; allen Süchten zum Trotz.

Das Schöne dabei ist: Je mehr man sich selbst als Sünder, als Jungfrau in Nöten sieht, die gerettet werden muss, desto nachsichtiger wird man mit den Menschen, die sich selbst als strahlenden Helden sehen, der keiner Erlösung bedarf, und natürlich mit den vielen anderen Bräuten, die ihre Unschuld verloren haben…

Wir wissen, dass es in Wahrheit nur einen Helden gibt und wir Seine Braut sind, die Jungfrau in Nöten; nicht ganz so keusch, wie sie eigentlich sein sollte.

Mit diesem Wissen gehen wir Hand in Hand mit unserem Bräutigam in diese Welt hinaus und halten Ausschau nach den vielen Jungfrauen, die noch gerettet werden müssen, die wir mit unserem Bräutigam vermählen sollen. Und so hinterlassen Braut und Bräutigam, der Held und die Jungfrau in Nöten, diese Welt ein ganzes Stück besser, als sie sie vorgefunden haben…

Wenn Du zur Hochzeit kommen magst, wenn Du Deine Keuschheit verloren hast, aber vom Prinzen geküsst werden möchtest, dann nimm doch Kontakt mit uns auf oder nutze unser Info- und Seelsorgetelefon.

www.GOTT.BiZ – Glaube von seiner besten Seite!

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