Maskenträger

Wenn die Seele stirbt…

Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von Euch geweissagt und gesprochen: „Dies Volk ehrt Mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von Mir…“ (Matthäus 15,7f)

Dreizehn mal spricht Jesus allein im Matthäusevangelium von Heuchlern, mit Vorliebe nennt Er die Pharisäer und Schriftgelehrten, die religiöse Elite ihrer Zeit, Heuchler.

Nun, Heuchler war zur damaligen Zeit nicht so ein Schimpfwort wie heute; es kennzeichnete einen, damals allerdings nicht so angesehenen Beruf: Den des Schauspielers. Schauspieler zur Zeit Jesu gebrauchten nicht ihre Mimik, um Gefühle auszudrücken, sie hatten Masken, z.B. eine traurige und eine fröhliche. Diese beiden Masken findet man heute noch an und in vielen Theatern.

Diese Zeiten sind vorbei, oder? Heute werden Schauspieler gehypt und tragen schon lange keine Masken mehr…

Was ist mit den Masken, die wir tragen; wie z.B. die Maske des „Ich bin gut…“, eine gute Hausfrau, ein guter Vater, kurz: Ein guter Mensch?

Menschen, die die Maske des „Ich bin gut“ tragen, sehen ihre eigenen Fehler nicht, sie verstecken sie hinter der Maske. Um so deutlicher sehen sie allerdings die Fehler der anderen. Und so kommt es, dass alle anderen Menschen für sie böse sind, sie selbst sind der einzig Gute. Menschen mit dieser Maske können sich nicht entschuldigen, denn dann müssten sie ja ihre Maske abnehmen, dem Gegenüber einen Blick hinter die Maske erlauben; und dies ist etwas, was jeder Maskenträger unter allen Umständen verhindern will. Umgekehrt beharren diese Menschen aber bei jedem noch so kleinen Fehler ihres Gegenübers auf einen Bußgang zu Canossa, denn schließlich sind sie ja im Recht; zu 100% gut, der andere zu 100% böse…

Die Folge: Maskenträger vereinsamen, denn wer hält es schon lange mit so einem Menschen aus?

Maskenträger wachsen auch nicht mehr; da sie blind sind für die eigenen Fehler, sind sie blind für die notwendigen Veränderungen. Sie verkümmern an Geist und Seele; was nicht wächst ist tot.

„Du hast Dich überhaupt nicht verändert“, ist wohl etwas, was Maskenträger häufig zu hören bekommen. Wie traurig ist das denn: Ein erwachsener Mensch, der wie ein Baby krabbelt und brabbelt; der sich nicht verändert hat, nicht sich hat verändern lassen? Jesus hilf!

Schließen möchte ich mit einem Zitat der klugen Heidi: Was ist hinter der Maske? Wie groß muss die Angst sein sie abzusetzen? Das kennen wir doch alle… nur zu gut. Sich in seiner Schwäche und Abhängigkeit zu erfahren kann Angst und Scham hervorrufen. Gott sei Dank haben wir JESUS…. Halleluja!

Dies ist mein Gebet für alle Maskenträger…

Wenn Du es leid bist, Dich hinter einer Maske verstecken zu müssen, wenn Du wachsen, reifen und Frucht bringen willst, wenn Du jemanden zum reden und/oder beten brauchst, wenn Du Fragen hast, dann nimm doch Kontakt mit uns auf oder nutze unser Info- und Seelsorgetelefon.

www.GOTT.BiZ – Glaube von seiner besten Seite!

2 Kommentare zu „Maskenträger

  1. GEHEN UND KOMMEN

    Noch in seiner Schulzeit verfasste der spätere deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann ein Bühnenstück. Darin ließ er seinen Helden sagen: „Nie wird es mich reuen, die Wahrheit und dem Recht den Mund geliehen zu haben. Bringt mich nur durch rohe Gewalt zum Schweigen! Recht bleibt Recht! Vor dem Stuhle des Richters, der euch einst fordert, werdet ihr mich hören müssen!“
    In der Nazizeit wurde Heinemann als Jurist der Bekennenden Kirche ein kundiger Rechtsberater. Nach dem Krieg gehörte er zu den Unterzeichnern des Stuttgarter Schuldbekenntnisses. 1950 schloss er den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Essen mit dem markanten Wort:
    „Unsere Freiheit wurde durch den Tod es Sohnes Gottes teuer erkauft. Niemand kann uns in neue Fesseln schlagen, denn Gottes Sohn ist auferstanden. Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen – unser Herr aber kommt!“

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