Dedicated to…

Denen gewidmet, die mir mein Herz brechen…

Widme Dich bis zu meinem Kommen mit ganzer Kraft dem Vorlesen der Heiligen Schrift, dem Ermahnen und Ermutigen der Gläubigen und dem Lehren. (1. Timotheus 4,13)

Nicht alle, aber viele meiner Blogs, meiner Podcast und Weisheitskarten entstehen in Hinblick auf eine Person; sie sind dieser einen Person gewidmet. Nicht immer die gleiche, aber immer ein Mensch, den ich liebe. Während ich diese Dinge gestalte, gehen meine Gedanken zu dieser Person; es sind Dinge, die ich diesem Menschen gerne persönlich sagen würde, stünde er mir gegenüber.

Das Problem ist, dass die Menschen, die ich eigentlich ansprechen möchte, von mir nicht erreicht werden, weil sie ihr Herz verschlossen haben. Und es sind immer Menschen, die mir besonders am Herzen liegen, die liebe; das macht die Sache doppelt schmerzhaft.

Ähnlich erging es Jesus. Als er in die Stadt kam, in die er aufgewachsen war, nach Nazareth, da konnte er dort nicht viele Wunder tun. Ich stelle es mir recht schwierig vor, einen GOTT in Erstaunen zu versetzen, doch in der Schrift heißt es: Aber Er [Jesus] wunderte Sich über ihren Unglauben (Markus 6,6).

Warum war das so? – Nun, die Menschen in Nazareth, jene die Ihm nahestanden, Ihn von Kind auf kannten, erkannten in Ihm nur den Zimmermann, den Sohn Josephs, den sie hatten aufwachsen sehen. Sie sahen in Ihm nicht den Messias, den Sohn Davids, der gekommen war, sie zu erretten und zu erlösen. Und so geschah ihnen nach ihrem Unglauben, Jesus konnte dort nicht viele Wunder tun.

Wenn ich daran denke, wie mir mein Herz blutet, wenn ich an meine Liebsten denke, die nicht zuhören wollen, kann ich annähernd ermessen, wie Jesu Herz in Nazareth geblutet haben muss.

Und ich weiß mich getröstet, denn der Diener steht nicht über dem Meister, was sie Jesus getan haben, tun sie uns. Aber weil Jesus das gleiche mitgemacht hat wie ich, bin ich mir Seines Mitgefühls sicher, weiß mich getragen, von meinem GOTT, der mich sieht und versteht.

Ich bin ein Prophet, oder, auf neudeutsch: Ein Coach. Ich bin mir meines Auftrags sicher, sehe aber auch, wie die Kinder Israels mit ihren Propheten umgegangen sind. Von den Propheten des Alten Testaments, die sie verlacht, abgelehnt, geschlagen und ermordet haben, über Johannes den Täufer, der enthauptet wurde, bis hin zu Jesus, meinem Meister, den wir ans Kreuz geschlagen haben.

Mein großes Vorbild, mein Held des Neuen Testaments ist Paulus. Seine Worte in unserem Eingangsvers an seinen geistlichen Sohn Timotheus sind mir Auftrag und Mahnung zu gleich, nicht nachzulassen, nicht aufzugeben, egal wie hart der Wind gegen mich steht. Auch Paulus kannte tiefes Leid, großen Schmerz und völlige Ablehnung; so schreibt er in Kolosser 1,24 (NLB): Ich freue mich, wenn ich für Euch leiden darf, denn Christus hat für Seinen Leib, die Gemeinde, gelitten. Nun gebe ich meinen Körper für das, was an Seinen Leiden noch fehlt.

Nun, Paulus, ganz ehrlich, in dem Moment, wo ich in dem Leid stecke, ist es mir alles andere als Freude. Ich bin schmerzempfindlich, mein Herz ist besonders zerbrechlich, wird leicht angerührt von Leid und Freud.

Aber ich verstehe, was Du meinst: Das Leid ist das Feuer, das uns läutert, uns reinigt und erzieht und schließlich zur Freude verhilft. Es gibt keine Freude ohne Leid, so wie es den Tag nicht ohne Nacht gibt. Denn da ist die Gewissheit, dass Jesus versprochen hat, unsere Tränen in Freude zu verwandeln; wie bei einer Frau, die gebiert und unsägliche Schmerzen hat. Aber aller Schmerz ist vergessen, wenn sie das Neugeborene schließlich im Arm hält.

So seid Ihr mir, denen dies alles gewidmet ist, mir Freud und Leid zugleich. Ich freue mich, Euer Diener zu sein, denn das ist der beste Job der Welt, allen Leidens wert, weil unweigerlich die unbeschreibliche Freude folgt…

Ein Kommentar zu „Dedicated to…

  1. ICH BIN DANKBAR …

    …für die laut geäußerten Beschwerden über die Regierung, weil das bedeutet, dass wir in einem freien Land leben und das Recht auf freie Meinungsäußerung haben,

    …für die Frau in der Gemeinde, die hinter mir sitzt und falsch singt, weil das bedeutet, dass ich gut hören kann,

    …für die Wäsche und den Bügelberg, weil das bedeutet, dass ich genug Kleidung habe,

    …für das Durcheinander nach der Feier, das ich aufräumen muss, weil das bedeutet, dass ich von lieben Menschen um geben war,

    …für den Rasen, der gemäht, die Fenster, die geputzt werden müssen, weil das bedeutet, dass ich ein Zuhause habe,

    …für den Wecker, der morgens klingelt, weil das bedeutet, dass mir ein neuer Tag geschenkt wird,

    …für den Schutzmantel des Friedens, den Gott mir gab, weil das bedeutet, dass gute, liebevolle Worte mich erreichen.

    Autor unbekannt

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