Gerecht!

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Gedanken zum Römerbrief – Kapitel 10

Jesus hat uns gerecht gesprochen und uns die Freiheit geschenkt

Denn Christus ist des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. (Römer 10,4)

Unser Eingangsvers ist die Essenz dessen, was Paulus in den 9 Kapiteln zuvor dargelegt hat. Er ist, wenn man so will, die Essenz des Kreuzes.

Diese Aussage ist so entscheidend für unser Leben als Christ, so bedeutend, dass man sie gar nicht überbewerten kann.

Und doch… haben nur die wenigsten diese Wahrheit in ihr Herz aufgenommen. Ich z.B. habe 20 Jahre gebraucht, um es zu begreifen und selbst heute noch gibt es Momente, in denen ich gesetzlich bin.

Ich meine mir ein Urteil erlauben zu können über den Glauben meiner Geschwister, ich glaube, ich bin im Recht und fahre aus der Haut, wenn meine Frau mir nicht zustimmt.

Aber, dass das Kreuz das Ende des Gesetzes ist, bedeutet auch, dass es keine Verdammnis mehr gibt, keine Verurteilung für die, die glauben.

Ich stehe nicht mehr unter dem Gesetz, bin ihm abgestorben, durch Christus, genau wie mein Bruder, meine Schwester, meine Frau…

Wenn GOTT uns nicht verurteilt, wer sind wir dann, dass wir unseren Nächsten verurteilen? Sind wir mehr als GOTT? Und wenn wir schon dabei sind: Wer sind wir, dass wir uns selbst verurteilen, wenn für unsere Schuld Jesus ans Kreuz gegangen ist?

Nein, es gibt kein Gesetz mehr, dass uns oder unseren Nächsten verurteilt. Aus und vorbei, mit dem Kreuz gestorben. Jesus ist die Erfüllung des Gesetzes (Matthäus 5,17).

Aber es gibt ihn, den „Verkläger der Brüder“, wie ihn der Himmel nennt (Offenbarung 12,10). Er ist ein Staatsanwalt, der sich selbst nicht an das Recht hält, der Feind GOTTES und Seiner Kinder, kurz: Der Satan.

Er ist es, der uns Tag und Nacht vor GOTT und in unserem Geist verklagt, dies allerdings ohne rechtliche Grundlage: Jesus hat unsere Strafe bezahlt, der Gerechtigkeit ist genüge getan! Alles, was an Anklage kommt, ist also nicht von GOTT, sondern vom Teufel, den Jesus den „Vater der Lüge“ nennt (Johannes 8,44). Und diesen Lügen müssen wir vehement widersprechen, denn nehmen wir sie widerspruchslos hin, entwickeln sie in unseren Köpfen ihre eigene „Wahrheit“. Nehmen wir aber die Lüge als Wahrheit an, zerstört dies das Vertrauen und die liebevolle Beziehung zu unserem Vater, der uns über alles liebt und nichts mehr möchte, als dass es uns gut geht. In diesem Fall hat Satan sein Ziel erreicht: Wir sind von GOTT getrennt und uns geht es nicht gut…

Wir haben nur eine Chance: Uns ganz dicht an Jesus zu halten, Ihm in und unter allen Umständen zu vertrauen und Seinem Wort mehr Glauben zu schenken als den Einflüsterungen des Satans.

Dies will ganz praktisch eingeübt werden, wird uns aber, je länger, je besser gelingen. Die Tatsache, dass wir dem Gesetz gestorben sind und es für uns keine Verdammnis mehr gibt, rutscht allmählich von unserem Kopf in unser Herz. Wir werden frei, genau wie Jesus es in Johannes 8,32 versprochen hat. Frei, unseren Nächsten so zu lieben und ihn in seiner Ganzheit anzunehmen, wie Jesus selbst es tut. Ja, mehr noch, wir können sogar unsere Feinde lieben. Wir werden frei, zu den Menschen zu werden, als die uns GOTT ursprünglich gedacht hat, frei in Seiner Kraft und Seiner Liebe diese Welt zu verändern und sie somit ein kleines Stück besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben…

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