Masse oder Klasse?

Inhalt:

Gedanken zum Römerbrief – Kapitel 11

7.000 gegen Baal und wir mittendrin?

Und wie lautet Gottes Antwort? „Ich habe siebentausend Männer übrig bleiben lassen, die Mir treu geblieben sind, siebentausend, die sich nicht vor dem Götzen Baal auf die Knie geworfen haben.“ (Römer 11,4; NGÜ)

Paulus zitiert hier aus dem Buch der Könige (1. Könige 19,18). Es ist die Antwort GOTTES an Elia, der voller Verzweiflung glaubt, er sei der Einzige, der in Israel noch auf GOTT vertraut. Nein, sagt GOTT, da sind noch 7.000 andere, die Mir treu sind.

Angesichts eines Millionenvolkes wie das der Kinder Israels sind 7.000 allerdings nicht viele.

Aber es gibt sie, hat sie immer gegeben und wird sie in alle Zukunft geben: Die 7.000, der gläubige Rest, der treu zu GOTT hält. Wir, die wir dem Vater vertrauen, werden nie in der Mehrheit sein oder konform mit der Masse gehen. Es ist immer ein Rest, der übrig bleibt und den Götzen unserer Zeit die Anbetung verweigert, seine Knie eben nicht vor dem Zeitgeist, dem Baal unserer Tage, beugt.

Ist es auch nur ein Rest, der errettet wird, wie die Bibel recht häufig betont, so ist ihre Zahl doch gewaltig. Der Himmel wird voll sein von Menschen, die Jesus vertraut haben (Offenbarung 19,1). Es gibt aktuell etwa 7 Milliarden Menschen auf unserer schönen Welt, davon sind 2 Milliarden Christen, wenn auch viele davon Namenschristen. Aber gehen wir mal von den 2 Milliarden aus: Eine gewaltige Zahl und trotzdem eine Minderheit, die größte zwar, aber eben besagte Minderheit.

Wir sind also niemals allein, auch wenn wir uns des Öfteren so fühlen.

Um aber noch einmal auf die 7.000 zurückzukommen: Ich finde es bezeichnend, dass es beim „Marsch fürs Leben“, der jährlichen Demonstration in Berlin für die Rechte des ungeborenen Lebens, immer im Schnitt 7.000 Menschen sind, die teilnehmen. Zum Vergleich: Die Corona-Demo im August 2020 in Berlin hatte knapp 40.000 Teilnehmer.

Zwei Dinge können wir also aus unserem Eingangsvers mitnehmen. Erstens: Es wird immer einen treuen Überrest geben, den der Feind auch mit noch so viel Wüten nicht ausrotten kann. So finster die Zeiten auch aussehen mögen, immer haben wir Geschwister, die uns zur Seite stehen, uns ermutigen und stärken. Sie mögen schwer zu finden sein, aber sie sind da…

Und zweitens: Wir sind und bleiben in der Minderheit. Ein Christ ist also niemals jemand, der mit dem Strom schwimmt oder mit der Masse mitläuft. Wir fallen auf, weil wir Paradiesvögel sind, Exoten, die sich gegen den allgemeinen Trend und den Zeitgeist stemmen.

Dies widerspricht schon sehr unserer natürlichen Neigung, dazu gehören zu wollen und nach Möglichkeit nicht allzu sehr aufzufallen. Beides ist aber als Christ unmöglich. So fordert uns GOTT jeden Tag heraus, entweder mit dem Strom zu schwimmen und mit den Wölfen zu heulen oder Seinem Sohn Jesus bedingungslos zu vertrauen.

Tun wir letzteres, sind wir automatisch in der Minderzahl und stehen gleichzeitig auf der Seite all‘ der vielen Minderheiten: Der Schwachen, der Armen, der Ausgestoßenen, Kranken und Gefangenen.

Das ist genau die Zielgruppe, für die unser Jesus in diese Welt gekommen ist. In Lukas 4,18f zitiert Er Jesaja, der prophetisch von Jesu Dienst und damit auch von unserem Auftrag spricht. Mit Seinen Worten möchte ich schließen: Der Geist des HERRN ist auf Mir, weil er Mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit und zu verkündigen das Gnadenjahr des HERRN.

Amen!

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