Das Ende des Gesetzes – das Ende der Liebe?

Inhalt:

Gedanken zum Römerbrief – Kapitel 13

Wenn Liebe überfließt, ist genug da, um sie weiterzugeben, oder?

So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. (Römer 13,10b)

Paulus sagt uns in unserem Eingangsvers, dass, wer liebt, das Gesetz erfüllt. Umgekehrt wird aber auch ein Schuh daraus: Wer lieblos handelt, bricht das Gesetz.

Nun leben wir aber nicht mehr unter dem Gesetz, oder? Sagt Paulus nicht in Römer 10,4, dass Christus des Gesetzes Ende ist? Also, wen kümmert es, wenn wir lieblos sind?

Das Gegenteil ist richtig: Das Ende des Gesetzes ist der Anfang der Liebe!

Das Gesetz kann nicht liebevoll ein Auge zudrücken, auch GOTT kann das nicht, andernfalls wären beide ungerecht. Das Gesetz kann uns nur den Spiegel vorhalten, in dem wir unsere eigene Sündhaftigkeit erkennen. Es hilft uns nicht auf, wenn wir fallen oder macht uns gar zu besseren Menschen. Ganz im Gegenteil: Wenn wir sündigen, werden wir auf Grundlage des Gesetzes verurteilt und bestraft, wir sind dann von GOTT getrennt. Deshalb liebt der Teufel das Gesetz und er kennt sich bestens damit aus, weil es eine phantastische Möglichkeit ist, die Kinder GOTTES dazu zu bringen, sich von GOTT abzuwenden.

Doch damit ist nun Schluss, mit Jesus kam die Gnade und die Liebe GOTTES zu allen Menschen, Sünde trennt uns nicht mehr von GOTT, sondern führt uns in Seine Arme. Wenn wir fallen, hilft Jesus uns in Seiner Liebe wieder auf. Er verurteilt uns nicht oder wendet sich von uns ab, auch straft Er uns nicht. Voller Liebe schaut Er uns an, schenkt uns die Vergebung und damit ein Leben, das im Heute möglich ist, trotz allem, was gestern war. Lebe ich im Heute, lasse ich meine Vergangenheit hinter mir, gestalte ich meine Zukunft, im besten Sinne.

Paulus hat recht, wenn er sagt, dass Jesus das Ende des Gesetzes ist. Aber Jesus hat uns ein neues Gebot gegeben, nur ein einziges. Wir finden es mehrfach im Johannesevangelium, dort sagt Jesus z.B. in Kapitel 13, Verse 34+35:

So gebe Ich Euch nun ein neues Gebot: Liebt einander. So wie Ich Euch geliebt habe, sollt auch Ihr einander lieben. Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass Ihr Meine Jünger seid. (NLB)

Liebe ist also das Gebot der Stunde. Die Liebe, die wir von Jesus empfangen haben und jeden Tag neu empfangen, sollen wir weitergeben. Auch und gerade an die, die vielleicht nicht so liebenswürdig sind, bei denen es uns wirklich schwer fällt, sie liebzuhaben.

Die Liebe Jesu grenzt niemanden aus, jeder ist eingeladen. So ist es auch für einen Christen undenkbar, einen anderen Menschen, ein geliebtes Kind GOTTES, auszugrenzen, oder ihn auszunehmen von der Liebe, sei es wegen seiner Herkunft, seines Geschlechtes oder was auch immer der andere sagt, tut oder ist bzw. nicht sagt, nicht tut oder nicht ist. Alles andere ist ekelhAfD…

Diese Liebe, die wir zueinander haben, ist unser Kennzeichen, unser Markenzeichen sozusagen, an dem man uns als Christen erkennt. Und man kann wohl zu Recht feststellen, dass, wenn diese Liebe fehlt, auch Christus fehlt…

Denn erst Jesus macht uns fähig, in aller Konsequenz zu lieben: Einander die Lasten zu tragen, einander zu vergeben, den anderen höher zu achten als sich selbst usw.

Es ist die Liebe Jesu, die wir selbst empfangen, die unseren Tank auffüllt, bis er überfließt und wir damit fähig werden, auch unseren Nächsten mit dieser überfließenden Liebe zu lieben…

…wird fortgesetzt – vorheriges Kapitel

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