Warum sollte ich großzügig sein?

Ungelogen, es ist wirklich wahr: Als ich beschloss, meinen vollen Zehnten zu geben, also 10% meines Einkommens GOTT zu weihen, hatte ich am nächsten Tag 27.000 € auf meinem Konto. Du glaubst das nicht? Meine Frau kann es bezeugen!

Bevor wir allerdings daran gingen, das Geld auszugeben, habe ich lieber bei der Bank angerufen: Die Summe stellte sich als Bankirrtum heraus, der schon am nächsten Tag korrigiert wurde.

Trotzdem nehme ich dieses Geschehen als Fingerzeig GOTTES: „Gut so, Du bist auf dem richtigen Weg, mein Sohn!“.

Ich will hier nicht den Predigern Wort reden, die einem finanziellen Segen versprechen, wenn man seinen Zehnten gibt. Denn ich bin der Meinung, dass der Segen, den ein großzügiges Herz empfängt, weit darüber hinaus geht, viel umfassender ist.

Es sind zwei Prinzipien, die beim Thema Großzügigkeit greifen, göttliche Gesetzmäßigkeiten, so wirksam und unverrückbar wie das Gesetz der Schwerkraft.

Das Erste ist das Prinzip von Saat und Ernte: Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen (2. Korinther 9,6). Und an anderer Stelle: …was der Mensch sät, das wird er ernten (Galater 6,7b).

Und hier greift auch schon das zweite Prinzip: Loslassen, um zu empfangen. Denn was tut der Bauer, wenn er sät? Großzügig verteilt er den Samen über den Boden, um zu seiner Zeit die Ernte einzufahren. Würde er den Samen dagegen in der Scheune aufbewahren, gebe es nicht nur keine Ernte, der Same würde mit der Zeit auch von Mäusen gefressen.

Was wir versuchen krampfhaft festzuhalten, werden wir, über kurz oder lang, verlieren (vgl. das Gleichnis vom reichen Kornbauern in Lukas 12,16ff). Nur mit leeren Händen können wir vor GOTT kommen, um seinen Segen zu empfangen. In volle Hände, die mit Fäusten und aller Gewalt umklammern, was sie haben, kann man nichts mehr hineinlegen. Dabei sollte uns bewusst sein, dass alles, was wir sind und haben, GOTT gehört, also nicht nur 10%, sondern 100%! Wir sind lediglich Verwalter der uns anvertrauten Güter. Und dies geht über unsere materiellen Güter weit hinaus, unser ganzes Leben gehört Christus, mit all den Gaben und Talenten, die wir haben. Und mit diesen sollen wir verschwenderisch umgehen. (vgl. das Gleichnis von den anvertrauten Talenten in Matthäus 25,14ff, ELB).

So geht auch der Segen, den wir beim Geben empfangen, über die materiellen Güter hinaus. Wir erlangen eine ganz besondere Gnade, wenn wir großzügig sind. Das sind u.a. Friede und Freude in unserem Herzen. Auch die Dankbarkeit über das, was wir haben, wächst, wenn wir uns der Nöte unseres Nächsten annehmen und dabei erkennen, dass nichts selbstverständlich ist. Und ein dankbares Herz ist selten ein verbittertes. Nein, Dankbarkeit und Großzügigkeit gehen Hand in Hand.

Und wir werden uns gewiss, dass wir in der Nachfolge Jesu keinen Mangel leiden werden (z.B. Psalm 23,1)!

Solltest Du trotzdem in einem Bereich Deines Lebens einen Mangel empfinden, dann fange an, genau in diesem Bereich großzügig zu werden. Du hast kein Geld? Gib das, was Dir geblieben ist großzügig an andere, investiere in das Reich GOTTES, leere Deine Hände und Deinen Geldbeutel. Dir mangelt es an Weisheit? Fange das Lehren an! Oder Du bist einsam? Spende Zeit an jemanden, der noch einsamer ist als Du. Mach ihm und Jesus ein Geschenk.

Überhaupt ist Zeit das wertvollste Gut, das wir weitergeben können. Bobby Schuller sagt immer: „Wer in Eile ist, kann nicht lieben“. Wie oft hetzen wir an Menschen vorbei, die über ein paar Minuten unserer Aufmerksamkeit schon unendlich dankbar wären. Also: Hast Du keine Zeit, nimm Dir die Zeit, um Deinem Nächsten einen Liebesdienst zu erweisen, auch auf die Gefahr hin, dass Du die Bahn verpasst. Die nächste kommt bestimmt!

(Mehr zu diesem Thema bei „Antworten mit Bayless Conley“)

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