Jesus@home: Komm, Heiliger Geist!

Ein Impuls von Sabine zu Pfingsten

Und als Er [Jesus] mit ihnen beim Mahl war, befahl Er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die Ihr – so sprach Er – von Mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, Ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf Euch kommen wird, und werdet Meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. (Apostelgeschichte 1, 4.5.8; 2,1-4)

In den Versen, die gerade gelesen wurden, erfahren wir, auf welch‘ wunderbare Weise die Jünger Jesu mit dem Heiligen Geist beschenkt wurden und darauf unmittelbar ihr Wirken unter den Nationen begonnen haben. Gläubige aus vielen Ländern der Welt waren zum Festtag nach Jerusalem gekommen. Jesus hatte den Jüngern vor seiner Himmelfahrt angekündigt, dass nach einigen Tagen des Wartens Großes geschehen würde. Die Jünger folgten den Anweisungen Jesu. Der Heilige Geist, so lesen wir, wurde sichtbar wie Flammen über den Köpfen der Jünger.

Eben jener Heilige Geist begegnet uns in der Bibel nicht erst an diesem denkwürdigen Tag in Jerusalem, sondern bereits im ersten Buch Mose, im 1. Kapitel, wo die Erschaffung der Welt beschrieben ist. GOTT in seiner Dreieinigkeit hat mit Jesus und dem Heiligen Geist alles geschaffen und Sein Geist hat sich bis hin zur Darstellung des ersten Pfingstfestes in der Apostelgeschichte immer wieder in unterschiedlicher Weise zu erkennen gegeben.

So lesen wir in der Bibel, dort, wo Jesus von Johannes getauft wird, dass der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herab kommt. Eine Taube ist für uns bis heute ein Symbol des Friedens, ein Symbol für Versorgung. War es doch eine Taube, die Noah in der Arche zeigte, dass GOTT sein Versprechen gehalten hatte und die durch die große Flut hindurch Bewahrten und Geretteten neue Heimat finden und von Gott versorgt sein würden.

Doch in Jerusalem waren es nicht Tauben, die als Zeichen des über die Jünger kommenden Heiligen Geistes sichtbar wurden, es waren Feuerflammen. Wenn wir an Flammen denken, so verbinden wir damit einerseits lebenserhaltende Wärme und Licht, aber uns wird auch die Kraft der Zerstörung von Feuer bewusst, wenn wir z.B. an Waldbrände oder an Brandstiftung denken. Doch hier sind die Flammen ein Zeichen für eine gewaltige, übernatürliche, alles verändernde Kraft. Immer wieder wird Gotteskraft auch im Feuer sichtbar, so zum Beispiel für Mose im brennenden Dornbusch, für das Volk Israel als in der Nacht leitende Feuersäule bei der Durchquerung der Wüste. Für die drei Freunde von Daniel ist das Feuer im Ofen nicht tödlich, bedingt durch das Wirken desjenigen, der ihnen in den Flammen beisteht und sie wider alle menschlichen Erwartungen rettet.

In Jerusalem nun, wo die Jünger ihren Auftrag, ihr Wirken beginnen, den Auftrag, den sie bei Jesu Himmelfahrt erhalten haben, sind die Flammen ein Zeichen nicht nur für große Kraft, sondern auch dafür, dass sie von nun an für Jesus ‚brennen‘ werden. Diese Jünger, die mit Jesus gelebt haben und Ihm nachgefolgt sind, die Seine Wunder erlebt und Seine Worte gehört haben, Jünger, die Seinen Tod und Seine Auferstehung miterleben durften, haben von Ihm den Auftrag erhalten, in alle Welt zu gehen und, beginnend mit den Juden, alle Menschen zu Jüngern zu machen. Sie sind berufen, das Licht Jesu in die Welt zu tragen, in eine Welt voller Dunkelheit und Gewalt.

Damit sie ihren Auftrag in Jerusalem unter den Pilgern aus aller Welt beginnen können, erhalten die Jünger Jesu die Fähigkeit, in verschiedenen Sprachen zu sprechen und in all‘ diesen Sprachen vermitteln sie die eine, ewig gültigeBotschaft, die eine gute Nachricht des Evangeliums, dass Jesus der Messias ist – nicht nur für die Juden, sondern für alle, die glauben und bekennen, dass Jesus für ihre Sünden gestorben ist und sie damit zu Erben des Reiches GOTTES geworden sind, Teil von GOTTES Familie.

Es war in Babel, wo GOTT das Trachten der Menschen, einen bis zum Himmel reichenden Turm zu bauen, zerstört hat, indem er eine Sprachverwirrung unter ihnen verursacht hat, die Menschen konnten nicht länger in einer Sprache miteinander planen und gegen GOTT handeln.

Doch hier, in Jerusalem, wurde diese Teilung, diese Zerstreuung aufgehoben, indem jedem durch das Wirken des Heiligen Geistes in seiner Sprache die Nachricht von der Erlösung durch Jesu Opfer überbracht wurde. Wir wissen heute, dass Jesus erst wiederkommen wird, wenn alle Menschen der Welt in ihrer eigenen Sprache diese Nachricht empfangen haben. Die Wycliff Bibelübersetzer arbeiten noch immer daran, diesen Auftrag GOTTES weiter zu realisieren und das Wort GOTTES in alle Sprachen der Welt zu übersetzen, zusammen mit Menschen aus allen Nationen und Stämmen. Es sind nicht mehr viele Sprachen, die fehlen – und dort, wo die Bibel nicht gelesen werden darf, dort wirkt der Heilige Geist und spricht zu den Menschen durch Träume, durch Begegnungen, durch Sein Wort und Sein Wirken, das selbst in der Natur ablesbar ist.

Was bedeutet für uns heute der Heilige Geist, was bewirkt er in uns?

Der Heilige Geist ist eine Voraussetzung für unseren Glauben. Das bedeutet, dass unser Glaube nicht eine Leistung ist, sondern ein Geschenk. Ein Geschenk, das wir von GOTT erhalten, indem Er den ersten Schritt macht durch seine Liebe, den ersten Schritt auf uns zu, unabhängig davon, wo und in welcher Verfassung wir uns befinden. Der Heilige Geist ermöglicht uns, GOTTES Wort zu lesen und zu verstehen, GOTTES Wort umzusetzen in unserem Leben, Jesus nachzufolgen und das zu tun, was er in und durch uns wirken möchte.

Es ist sicher kein Zufall, dass Jesus die Jünger bat, vor dem Beginn ihres Wirkens auf das Geschenk des Heiligen Geistes zu warten. Sie hatten vorher so viel aus seinem Mund gehört, sie hatten so viel gesehen in seinem Handeln, waren Zeugen von Wundern an jedem Tag, bis hin zum Wunder der Auferstehung – der Auferstandene ist ihnen persönlich begegnet – und dennoch war das Geschenk des Geistes notwendig, um sie auf den Weg zu bringen, den Weg, den Jesus für jeden von ihnen ausgewählt hatte.

So lesen wir in der Apostelgeschichte, dass die Jünger ihre Entscheidungen von nun an stets geleitet vom heiligen Geist getroffen haben, dies galt sowohl für die Auswahl von weiteren Aposteln als auch für die Ziele, die sie angesteuert haben, die Menschen und Völker, denen sie sich zugewandt haben – und letztlich auch für ihr mit aller Konsequenz gelebtes Wirken bis zum Tod.

Nach allem, was uns bekannt ist, sind die Jünger Jesu als Märtyrer gestorben, aber der Geist Jesu, der für sie, wie heute noch für uns, Tröster war und ist, diese lebendige Gegenwart GOTTES hat sie zu alldem befähigt. In 2. Korinther 3,17b (SCHL) heißt es: Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Freiheit von Bindungen, von allem, was uns belasten und zerstören will, eine Freiheit, die keine äußeren Umstände zerstören können. So erleben viele Menschen überall in der Welt, die als Christen verfolgt werden, diese Freiheit im Geist, die sie befähigt, das, was sie glauben, gegen alle widrigen Umstände zu leben.

In Jerusalem war es, wo der Heilige Geist die Menschen erfasst hat, Menschen aus vielen Nationen, und wir wollen an diesem Pfingsttag an alle Menschen denken, die in Israel gerade bedroht und von Gewalt betroffen sind. Wir wollen bitten, dass GOTTES eigenes Volk, das Volk, in dessen Mitte unser Messias gewirkt hat, Bewahrung und Frieden empfängt in dieser so herausfordernden Zeit. So wie GOTTES auserwähltes Volk dürfen wir wissen, dass alles, was geschieht, an GOTT vorbei muss, dass jeder Einzelne von uns in Seiner Hand geborgen ist und dass dieser Geist, der uns verbindet, der lebendige GOTT in unseren Herzen ist. Niemals sind wir allein, wir haben Heimat gefunden, eine Heimat als Königskinder, Heimat in dieser und in der zukünftigen Welt.

Und so bitten wir dich, lieber Vater, lieber Herr Jesus, Heiliger Geist: Bitte fülle uns neu, bitte schenke uns die Kraft und den Mut, die eine gute Nachricht der Erlösung in diese dunkle Welt zu tragen, als dein Licht. Danke für das Geschenk deines Geistes und für deine nicht endende Liebe zu uns. Amen

Soweit Sabine.

Wenn Du den Heiligen Geist in Aktion und Glauben in Gemeinschaft erleben willst, dann besuch doch unsere Community Jesus@home, es gibt kaum einen Tag, an dem wir nicht online sind. Also hab Mut, trau Dich, wir freuen uns auf Dich, ganz egal, wer oder wo Du bist, was Du glaubst oder nicht glaubst…

Ein Kommentar zu „Jesus@home: Komm, Heiliger Geist!

  1. Ich finde diesen Blog wunderbar, einfach wie Balsam für die Seele.
    Ein passendes Lied habe ich gefunden:

    Erneure mich Johann Friedrich Ruopp EG 390

    1) Erneure mich, o ewigs Licht, und lass von deinem Angesicht
    mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und erfüllet sein.
    2) Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist‘
    und nichts sonst, als was du willst, will; ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll.
    3) Auf dich lass meine Sinne gehen, lass sie nach dem, was droben stehn,
    bis ich dich schau, o ewigs Licht, von Angesicht zu Angesicht.

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