Werden wir im Himmel weinen?

Um die Antwort vorweg zu nehmen –  Ich denke: ja!

Es ist der Tag, an dem wir im Himmel ankommen und Jesus nichts mehr fragen werden (Johannes 16,23a). Warum wir keine Fragen mehr haben werden, weiß ich nicht: Ob uns die Antworten einfach nicht mehr interessieren, angesichts der Schönheit und des Trostes, die wir in diesem Augenblick erfahren, oder ob wir dann, von jetzt auf gleich, alle Antworten wissen werden.

Ich vermute mal letzteres.

Wenn dem so ist, dann werden wir überwältigt sein. Wir werden Jesus Liebe und Treue in ihrem ganzen Ausmaß erfahren, All‘ die Gelegenheiten, in denen Er uns bewahrt, beschützt und getragen hat. Wir werden erkennen, dass unser Leid einen Sinn hat und wir jetzt für unser Leiden entschädigt werden. Wir werden von all‘ der Liebe erfahren, die uns andere Menschen zugedacht haben, ohne dass wir je davon erfahren hätten, so z.B. die Opfer, die unsere Eltern für uns gebracht haben, ohne dass wir es bemerkt haben…

Und dann, so denke ich, werden die Tränen fließen…

Es ist der Augenblick, in dem Jesus uns tröstet und alle Tränen abwischen wird. Der Tod, all‘ das Leid, der Schmerz und das Geschrei, alle Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit hat ihr Ende (Offenbarung 21,4)!

Das ist der Augenblick, nach dem ich mich sehne, nach diesem wahren Leben, für das wir eigentlich bestimmt sind. Erst dann sind wir zu Hause! Und so geht es mir wie Paulus, der schrieb: „…Christus ist mein Leben, aber noch besser wäre es, zu sterben und bei Ihm zu sein. Doch wenn ich lebe, dann trägt meine Arbeit für Christus Früchte. Deshalb weiß ich wirklich nicht, was ich wählen soll. Ich fühle mich zwischen zwei Wünschen hin- und hergerissen: Ich sehne mich danach, zu sterben und bei Christus zu sein, denn das wäre bei Weitem das Beste. Doch für Euch ist es besser, wenn ich lebe“ (Philipper 1,21ff; NLB).

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich liebe mein Leben! Ich liebe meine Frau und meine Kinder, meine Arbeit und meinen Dienst. Aber oft genug drohe ich an der Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit dieser Welt zu zerbrechen. Es gibt Momente, in denen kann ich einfach nicht mehr, und ehrlich gesagt, ich will in diesen Momenten dann auch nicht mehr. Es ist zu viel, weil es so aussieht, als hätte der Feind gewonnen…

Aber dann halte ich mich daran fest, dass GOTT keine Fehler macht und dass Er es besser weiß. Solange Er mich nicht abberuft, will ich hier in dieser Welt meinen Weg mit Ihm gehen. Dieser Weg mag steinig sein, aber er trägt auch seinen Lohn in sich. Egal, was GOTT entscheidet, es hat seinen Sinn und darauf vertraue ich. Und ich hoffe, Du kannst das auch…

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