Wo endet meine Freiheit?

Grenzenlose Freiheit gibt es doch nur in der Werbung, oder?

Wer von uns hat nicht schon unter den Freiheiten gelitten, die sich unser Gegenüber herausnahm?

Der Geist des HERRN ist auf Mir, weil Er Mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; Er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden… (Lukas 4,18; ELB)

Der Humanismus, unsere egozentrisch orientierte Welt, hat eine eindeutige Antwort auf die Frage gefunden, wo meine Freiheit endet: Demnach endet meine Freiheit dort, wo ich die Freiheit meines Nächsten beschneide.

Der Humanismus ist in unserer westlichen Welt weit verbreitet und eine Weltanschauung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und dabei das eigene Selbst, das Ego auf den Thron setzt. Der Humanismus steht im krassen Gegensatz zu dem von Jesus verkündeten gotteszentrierten Weltbild, in dem GOTT, und mit Ihm Jesus auf dem Thron sitzt.

Und so weiß  jeder, der Jesus nur ein wenig zugehört hat, und dies vielleicht sogar aus eigener Erfahrung, dass die eingangs zitierte Formel nicht stimmt.

Jeder Vater, jede Mutter beschneidet die Freiheit ihrer Teenagerkinder in dem Moment, wo diese zu einer bestimmten Uhrzeit zu Hause zu sein haben.

Ich selbst habe einmal in die Freiheit eines Mannes eingegriffen, der hoch oben auf einer Eisenbahnbrücke saß und sich vor den nächsten Zug werfen wollte. Leben und leben lassen, auch wenn es ans Sterben geht? Nein, der Humanismus lässt uns mit seinen Antworten ziemlich im Regen stehen, wir werden nass, nicht er, im Gegenteil, nie wurde er so hochgeehrt wie in unseren Tagen und ist trotzdem ein Irrweg, der im Zweifelsfall nicht trägt.

Der Humanismus geht davon aus, dass der Mensch die Krone ist, aber nicht die Krone der Schöpfung, sondern seiner selbst, mit anderen Worten: Das Ego sitzt auf dem Thron.

Ein Mensch findet aber nur dann Erfüllung, führt ein sinnvolles und erstrebenswertes Leben und wird nur dann wirklich glücklich, wenn er etwas Höheres als sich selbst zum Maß nimmt, sich etwas Höherem verschreibt, und dies mit Haut und Haar.

Wenn wir anfangen, unser Ego vom Thron zu stoßen, Jesu Liebe anzunehmen und Seine Herrschaft anerkennen, dann werden aus uns Menschen, wie GOTT sie sich gedacht hat und wie Er es sich für uns wünscht. Erst in dem Moment werden wir frei, haben, bei aller Verantwortung, alle Freiheiten.

Und wo endet diese Freiheit?

Der große Kirchenvater Augustinus hat das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus, einmal in folgenden sechs Worten zusammengefasst: „Liebe und tue, was Du willst“.

Der Maßstab meines Handelns ist also die Liebe, und damit ist Lieblosigkeit das Ende meiner Freiheit.

Diese eine Regel, Liebe, ist gültig für alle Christen, Paulus nennt sie das „Gesetz Christi“. Wir können lieben, weil wir uns geliebt wissen, unendlich geliebt vom Schöpfer des Himmels und der Erde und von unserer Person und Persönlichkeit. In den Augen GOTTES sind wir einzigartig und aller Liebe würdig. Da wir um die Liebe wissen, die uns umgibt, haben wir auch Freude daran und die Kraft dazu, nicht nur unseren Nächsten, sondern sogar unsere Feinde zu lieben.

Wer nicht lieben mag, der kann sich den Regeln des Humanismus, seiner Lieblingspartei oder seines Idols unterwerfen. Man hat auch immer noch die Möglichkeit, sich seine eigenen Regeln zu zimmern, wovon in dieser Welt auch gerne Gebrauch gemacht wird. Wie auch immer, seine ihm von GOTT geschenkte Freiheit wird der Mensch dabei jedoch verlieren.

Das wäre aber schade, denn es ist genau diese Freiheit in Liebe, die uns die Kraft schenkt, diese Welt zum Guten hin zu verändern und sie damit ein bisschen besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben.

2 Kommentare zu „Wo endet meine Freiheit?

  1. Lieber Joseph,

    die Bilder hast Du gewechselt, aber vom Text wenig. Humanismus ist mir immer noch unverständlich. Gibt es kein anderes Wort dafür?

    Freiheit bedeutet nicht, dass mir alles erlaubt ist. Ich muss durch die Brille der Liebe sehen und kann dann handel und reden. Natürlich kann ich mein Kind nicht ins tiefe Wasser gehen lassen, ich werde ihm das Schwimmen beibringen. So ist es mit allen Regeln, die es gibt. Mit Vertrauen und Liebe führen, dann kann ein Kind (Mensch) wachsen und reifen. Mit Schläge, Strafen oder Ausgrenzungen, wird nur Trotz erzeugt.

    Ich habe Dir eine Geschichte von einem Vater erzählt, der seiner Tochter mit Liebe dazu bringt, in den Kindergarten zu gehen. Ich glaube, Du hast dies nicht verstanden. Denn für Dich werden alle Väter und alle Mütter über einen Kamm geschert. Oder kennst Du *alle* Eltern?

    Wenn wir Gottes Kinder sein wollten, dann sollten wir die Beziehung zu IHM pflegen. Gott lässt uns die Freiheit, ja oder nein zu IHM zu sagen. Die Zeit wird zeigen, dass wir ohne Gott verloren sind. Diese Zeit gibt uns Gott. Das habe ich gelernt. Auch der verlorene Sohn in der Bibel. Für mich endet Freiheit erst da, wenn ich einsehe, dass ich einen falschen Weg gegangen bin. Dann den Mut haben, mich zu ändern.

    Um „Wo endet meine Freiheit“ zu verstehen, müsste erklärt werden was Freiheit ist. Vielleicht verstehe ich dann Dein Schreiben.

    Liebe Grüße … Mutti

    Virenfrei. http://www.avast.com

    Am Fr., 1. Jan. 2021 um 00:54 Uhr schrieb Fragen? – An GOTT, die Menschen

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